brennende Autos:
Februar 8th, 2010 - 19:29

“Ein durchschnittlich ausgestatteter Porsche Cayenne kostet 130 000 Euro. Einer ALG-II-Bezieherin werden im Regelsatz für »Mobilität« monatlich 14,26 Euro zugestanden. Wenn sie diese Pauschale nun anspart, um sich einen derartigen fahrbaren Untersatz zu kaufen, müsste sie dies 760 Jahre lang tun. Der Erlebensfall ist also ausgeschlossen. (…) Es ist einfach der elende Zustand der Gesellschaft: Symbolisch stehen mit einem Porsche Cayenne neben dem armen Schlucker knapp acht Jahrhunderte Abstand zum guten Leben – abgeparkt am Straßenrand.”

Michael Kronawitter (ALB)


Januar 29th, 2010 - 22:48

Der des Anschlags auf das Haus der Demokratie in Zossen Verdächtigte hat die Brandstiftung gestanden. Weitere Ziele faschistischer Angriffe wurden in den letzten Tagen die Alte Meierei in Kiel und die Räume der Naturfreundejugend Berlin.

Spaß mit Technik
Januar 26th, 2010 - 03:33

Wenn man beim Asus X51L den Kopfhörerausgang verfehlt und also einen 3.5-Millimeter-Klinkenstecker in den USB-Port steckt, wird die BIOS-Konfiguration gelöscht und der Computer geht sofort aus und bis nach Rausnehmen des Akkus auch nicht mehr an. Das Booten von Ubuntu 9.10 wird aufgrund eines Fehlers im filesystem check abgebrochen, weil mountall fehlschlägt, da der letzte Zeitpunkt an dem die Systempartition gemountet wurde ja in der Zukunft liegt, weil mit dem BIOS-Kram ja auch die Systemzeit gelöscht wurde.

Sollte man also nicht unbedingt machen, kann man aber.

Neues von der Entertainmentfront
Januar 24th, 2010 - 17:16

Zwar wurden die Markenrechte am Begriff “Hardcorewieder verloren, aber dafür gewinnt die national gesinnte Bewegung Land auf anderem Terrain: richtig gutem Rap.

edit: Youtube hat TOS Violation festgestellt. Schade daß denen das gerade aufgefallen ist als sich die Zugriffszahlen des heimattreuen Medleys gerade von einem Tag auf den anderen verzehnfacht hatten. Doch das Jupp Goebbels Institut für Jugendkultur hat offenbar rechtzeitig gehandelt und den Film gesichert. Er kann aktuell hier abgerufen werden.

edit #2: Mittlerweile wird in der Fangemeinde auch ein Bootleg eines weniger bekannten Tracks gehandelt. Sind wir vom aufsteigenden Stern am deutschnationalen Raphimmel bisher sozialkritische Texte gewohnt, zeigt uns der sensible Junge aus dem Volk hier, daß er durchaus auch persönliche Themen wie Romantik und Trennungsschmerz glaubhaft rüberbringen kann. (via)


Dezember 11th, 2009 - 03:05

Bei den Protesten gegen das SZ-Führungstreffen Wirtschaft im Adlon wurde ein 14-jähriger, weil er ein ViSdP vergessen hatte, von Beamten der 5. Direktionshundertschaft möglicherweise dermaßen zusammengehauen, daß er sein Bewußtsein erst sieben Stunden später im Krankenhaus wiedererlangte. Was genau passiert ist, wissen nur die Bullen.
(via)

Knastarbeit gestern und heute
Dezember 10th, 2009 - 03:27

Bauhaustapete hat eine Auswahl von Solikampagnen für Gefangene der letzten Jahre geschrieben, um die aktuelle Notwendigkeit von solidarischer Knastarbeit zu unterstreichen und mit ihr beschäftigten Gruppen zu ermutigen. Auch bevor die Boulevardpresse der Polizei den Gefallen tat, die Schaltzentralen vermeintlich organisierter Autobrandstiftung in Berliner Hausprojekten auszumachen und diese explizit zum Abschuß freizugeben, wurde für die Gefangenen, die den Sommer in Untersuchungshaft verbringen mußten, beeindruckende Unterstützungsarbeit geleistet. Mit der zunehmenden Hetze gegen linke außerparlamentarische Strömungen durch Presse und Verfassungsschutz, die sich z.B. in reißerischen Publikationen wie der Haßbrennerbroschüre des Berliner Verfassungsschutzes und dem lustigen Anti-Antifa-Comic “Andi 3″ des Verfassungsschutz NRW äußert, wird sie in der Zukunft wahrscheinlich noch nötiger.

Freiheit für Tobias!

Deutschpunk Revival Sommer 2010
November 13th, 2009 - 20:43

Pünktlich zum 30. Bandjubiläum kündigt Slime eine zeitweilige Reunion an. Außerdem entschließen sich \frac{2}{3} von WIZO zur Neugründung. Beide sind Ende Mai beim Ruhrpott-Rodeo zu sehen.

Cave, Ellis, Hillcoat, McCarthy
Oktober 5th, 2009 - 15:40


Nick Caves Zusammenarbeit mit den Bad Seeds droht mit der zunehmenden Anteilnahme des kulturellen Mahlstroms immer mehr an Bedeutung zu verlieren. Waren zwar auf dem letzten Album “Dig, Lazarus, Dig!!!” noch einige Perlen, wird das Publikum seit Jahren immer danebener und wird mittlerweile sogar in Form der dichten Kumulation von Idioten auf dem deutschen Festival Hurricane bedient. Daß der Ausstieg von Mick Harvey kurz nach der Zusage Anfang dieses Jahres mit dieser zu tun hatte, ist sicher nicht unwahrscheinlich.
Glücklicherweise betätigt sich Cave allerdings umso mehr in seinen Nebenprojekten. Zur Lesung seines neuen Buches “The Death of Bunny Munro” ist er am 17.10. in Hamburg. Das Hörbuch der deutschen Fassung spricht Blixa Bargeld.
Bemerkenswerter ist allerdings, daß mit Caves und Ellis’ Soundtrack zur Verfilmung von Cormac McCarthys eindrucksvollem Roman “The Road” von John Hillcoat endlich eine Zusammenarbeit stattfindet, die so schon immer folgerichtig und unausweichlich erschien. Hillcoat ist für die Mehrzahl der Bad Seeds-Videos verantworlich und hat schon Nick Caves Drehbuch zu “The Proposition” imposant umgesetzt. Schon damals hatten Nick Cave und Warren Ellis den Soundtrack geliefert. Die düsteren und beklemmenden Bilder, die Cormac McCarthy in seinen Romanen und Erzählungen malt, erinnern allerdings stark an die hoffnungslose Südstaatenatmosphäre, mit der Nick Cave mit den Bad Seeds schon immer gespielt hat, daß sich jetzt schon die Hände gerieben werden dürfen vor lauter Vorfreude an die musikalische Umsetzung der von McCarthy entworfenen Dramatik. Vor allem wenn man die wundervollen Kompositionen Caves und Ellis’, ohne die der Western “The Assassination of Jesse James by the Coward Robert Ford” vielleicht nicht mehr gewesen wäre als ein unrasiertes Brad Pitt-Schaulaufen, als einen Vorgeschmack auf das neue Werk betrachtet.

Trailer


September 18th, 2009 - 17:04

Left-leaning red-black trees
August 22nd, 2009 - 20:06

Die meisten Spezifikationen des herkömmlichen Rot-Schwarz-Baums (red-black tree) wirken dank ausgiebiger Fallunterscheidung ziemlich unübersichtlich. Außerdem sind die üblichen Implementierungen durch die Verwendung von Hilfsknoten (”NIL”) und Referenzierung der Mutterknoten verkompliziert. Eine komplette Implementierung der delete-Methode ist sowieso nur schwer zu finden. Auch in der ursprünglichen Veröffentlichung des Schwarz-Rot-Baums durch Sedgewick und Guibas von 1978 war der Löschvorgang nicht vollständig spezifiziert. Unter anderem deshalb hat Robert Sedgewick im letzten Jahr den linksgerichteten Rot-Schwarz-Baum (left-leaning Red-Black Tree) vorgestellt.

Im Gegensatz zu anderen binären Suchbäumen wird jedem Knoten im Rot-Schwarz-Baum eine Farbe zugewiesen, anhand derer die Balance aufrechterhalten werden kann, nämlich Schwarz oder Rot. Für die Speicherung der Farbinformation wird entweder ein zusätzliches Feld in der Knotenstruktur angelegt oder beispielsweise der Knotenzeiger manipuliert, um Speicherplatz zu sparen. Auf einen roten Knoten dürfen unmittelbar nur schwarze Knoten folgen. Von jedem Knoten enthalten alle Pfade zu den von ihm erreichbaren Blattknoten die selbe Anzahl schwarzer Knoten. Die Wurzel ist immer schwarz.

Aus diesen drei zentralen Eigenschaften folgt eine maximale Höhe von 2\cdot \log_2(n+1). Bei den Operationen insert und delete werden sie durch Rotationen und Farbverschiebungen aufrechterhalten.

Left-leaning red-black trees


Durchschnittliche und maximale Baumhöhe
(Durchschnitt aus 10000 zufälligen Bäumen)

Im linksgerichteten (linkslastigen) Rot-Schwarz-Baum wird nun zusätzlich vorausgesetzt, daß ein Knoten kein rechtes rotes ohne ein linkes rotes Kind haben darf. Dadurch fällt die Spiegelung der zu behandelnden Fälle von Ungleichgewicht weg, was den Code deutlich übersichtlicher macht. Die Wiederherstellung der Balance findet auf dem Rückweg der rekursiven Aufrufe von insert und delete statt. Sedgewick verspricht einen bis zu viermal kürzeren Code im Vergleich mit Implementierungen des herkömmlichen Rot-Schwarz-Baumes.

Ich habe die Implementierung von Sedgewick abgeschrieben und halbwegs gemäß Spezifikation vervollständigt. Weil die Implementation hauptsächlich zur Veranschaulichung dient, enthalten die Knoten lediglich ihren Schlüssel. Dafür speichert der Baum die Anzahl seiner Elemente (size) und kann seine Höhe ermitteln (height()). Beim Testen von insert überschritt Java nach dem Einfügen von ca. 7,5 Millionen Elementen seinen Heap Space und brach ab.


Einfügen des Elements 310

Einfügen (insert)

Auf der Suche nach dem Blatt, hinter dem der neue Knoten angehängt wird, wird nach Knoten mit zwei roten Kindern Ausschau gehalten. Die Kinder werden in diesem Fall schwarz, die Mutter rot eingefärbt. Dadurch wird verhindert, daß der neu angefügte Knoten (immer rot) sowohl eine rote Mutter als auch eine rote Tante hat. Dieser Fall könnte mit den vorgesehenen Mitteln nicht behoben werden.

Ergibt sich jedoch nach dem Anfügen der Fall zweier aufeinanderfolgender roter Knoten, kann dies durch eine Rechtsrotation um die Großmutter des angefügten Knotens geklärt werden. Daß es wirklich nur eine Rechtsrotation braucht, wird dadurch gewährleistet daß einzelne rote Kinder durch Linksrotation immer zu linken Kindern gemacht werden. Diese beiden Maßnahmen werden auf dem Rückweg der Rekursion in der Methode fixUp() ergriffen.

Löschen (delete)

Auf der rekursiven Suche nach dem zu löschenden Knoten schiebt der Algorithmus rote Knoten vor sich her, damit zum Schluß einfach ein rotes Blatt abgesägt werden kann, wodurch die Baumeigenschaften nicht verletzt werden. Die ensprechende Invariante für den Weg abwärts erfordert, daß entweder der aktuelle Knoten oder je nach Suchrichtung das linke oder rechte Kind rot ist. Um dies aufrechtzuerhalten werden die Hilfsfunktionen moveRedLeft() und moveRedRight() verwendet, die einen roten Knoten aus einem Unterbaum in den anderen verschieben oder zur Not erzeugen. Verletzungen der Linkslastigkeit durch vorangegangene Rechtsrotationen etc. werden wie beim Einfügen auf dem Rückweg der Rekursion mit fixUp() behoben.


Auswuchern nach dem Löschen des Schlüssels “0″

Das Löschen eines inneren Knotens n findet mittels Ersetzen des Knoteninhalts von n mit dem des kleinsten Nachkommens im rechten Unterbaum von n statt. Damit wird also der gelöschte Knoten mit dem lexikalisch nächstgrößeren Schlüssel überschrieben. Dazu dient die Methode deleteMin(). Aufgrund der immanenten Linkslastigkeit ist das Minimum eines (Unter-)Baums immer ein Blattknoten. Auch hier wird die erwähnte Invariante mitgenommen, so daß der ensprechende Blattknoten gelöscht werden kann, ohne daß nach Durchführung des fixup die Baumeigenschaften verletzt wären.

Ein Nachteil dieses Verfahrens ist, daß komplett schwarze Pfade auf ihre doppelte Länge anwachsen können. Damit tritt der worst case von einer Baumhöhe nahe 2\cdot\log_2(n+1) nach wiederholten Löschvorgängen offenbar relativ häufig ein. Damit ist der Baum natürlich trotzdem noch balanciert und alle Operationen haben weiterhin eine garantierte Laufzeit in O(\log n).

Desweiteren schlägt sich die Übersichtlichkeit und Anschaulichkeit der Implementierung des linksgerichteten Rot-Schwarz-Baums besonders in der Methode delete nieder. Statt seitenweiser Fallunterscheidungen samt deren Spiegelung, wie beim symmetrischen Rot-Schwarz-Baum, braucht es für die left leaning version lediglich eine überschaubare Erweiterung des rekursiven Codes für den unbalancierten binären Suchbaum und ein paar kurze Hilfsfunktionen. Es ist weder die Speicherung der Knotentiefe noch die des Mutterknotens in der Knotenklasse notwendig.


Anzahl von Balanceoperationen beim Einfügen bzw. Löschen
(Durchschnitt bei 10000 Bäumen)

Eigenschaften

Aus den Eigenschaften des left-leaning red-black tree folgt eine maximale Höhe von 2\cdot \log_2(n+1). So viel kostet also ein Suchvorgang im worst case. Es zeigt sich, daß die durchschnittliche Höhe eines Baumes von beliebiger Größe bei ungefähr 2\cdot\ln(n) liegt. Gnuplot ermittelt einen Faktor von ~ 1,95 für die durchschnittliche Höhe von Bäumen mit 1 bis 50000 zufälligen Elementen. Die durchschnittliche Dauer eines erfolgreichen Suchvorgangs liegt laut Sedgewick bei \log_2(n) - .5. Weitere Beobachtungen über Zuwachs roter Knoten, relativer Größe linker Unterbäume usw. finden sich im paper.


August 22nd, 2009 - 18:47

Über die Planke
Juli 18th, 2009 - 16:17

Die Piratenpartei hat ihr wegen wiederholter antisemitischer und geschichtsrevisionistischer Äußerungen in die Kritik geratenes Mitglied Bodo Thiersen abgesägt und ein Parteiausschlußverfahren begonnen. Trotz Bekanntwerden der revanchistischen Einstellung Thiersens war dieser zuvor zum stellvertretenden Parteirichter gewählt worden. Auf piratenwatch und in der jungle world finden sich Zusammenstellungen der inkriminierenden Äußerungen und Kritik an der fehlenden Sensibilität der Parteibasis.

-._.-°’^-._.-
Juli 8th, 2009 - 21:28

most-discussed-widget wieder diskursrelevant
Mai 20th, 2009 - 07:56

Das von uns der blogsport-community großzügig zur Verfügung gestellte Kommentarcluster-Script, welches dank kurzsichtiger Programmierung den jüngsten, aufgrund fortwährender Serverüberlastung nötig gewordenen Umstrukturierungen der blogsport-Planeten nicht mehr gewachsen war, liest jetzt das RSS-feed des comment-Planeten und ist nun also wieder einigermaßen zu gebrauchen. Erfreulicherweise wird nun auch wieder eine oldschool-Version des Planeten abgeboten, die unter einer unwesentlich sperrigeren URL als früher zu finden ist.

Hohlcontent #13
April 16th, 2009 - 03:21

Unbestrebtes Schaufeln in vermüllten Zimmerecken fördert neben zerlesenen Schundheftchen (Phase 2, Titanic…), vor Urzeiten ausgeborgter Unhaltungsliteratur und nachweislich ungewaschenen Socken neben sonstigem Unrat auch dieses zutage:

…und wirft diverse Fragen auf. Wie etwa kommt die zusammenhangslose Verquickung der Darstellung ausgiebiger Gammelei mit jener der unzeitgemäß gekleideten Dame zustande? Wieso greifen die beiden inhaltlich scheinbar unvereinbaren Ergüsse derart ineinander und welches wurde zuerst gemalt? Was “zocken” die apathisch in ihr Elend blickenden “Atzen” und “Atzinnen” da eigentlich? (Zu welcher Konsolengeneration gehört der Controller?) Warum hat die “Olle” (Schundsprech) als einzige der gammelnden Gestalten erkennbare Pupillen und was trinkt sie da eigentlich? Berliner??? Glaubt der Herr ganz rechts sich mit diesem dünnen Oberlippenbärtchen styletechnisch auf der sicheren Seite? Fragen, die der Urheber sich zu stellen hat und nicht beantworten kann… Offenbar war ich besoffen (o.ä.)…