Archive for April, 2008

Banausenland

Montag, April 28th, 2008

Streng und schön liegt sie da, diese fraktal dahingeklüftete zärtlich liebevolle, verheißungsvolle Berglandschaft, ein Megabyte groß, dunkelbraun, selbstähnlich, rekursiv ausgerechnet, Höhenwerte in 2-Byte-Fließkommazahlen, bla. Was aber macht man jetzt damit? Einöde drüberspannen? Biotop für schreiben? Weiß auch nicht.. War halt mal wieder Zeit für ein bißchen Automatenmalerei!!!
Hier noch mehr Ergebnisse: 1, 2, 3, 4, 5

Der stumme Zwang

Mittwoch, April 16th, 2008

Renate Serwotke und Esther Esche in Foto: Gruppe Slatan Dudow

Nachdem man von der Gruppe Slatan Dudow in letzter Zeit wenig gehört hat, erbarmt sie sich nun endlich und lädt am Freitag, den 18.4.2008 zur Premiere ihres neuen Kurzfilms “Der stumme Zwang“:

“Bei Der stumme Zwang handelt es sich um einen Kurzfilm, der auf surreale, kafkaeske Weise allegorisch den internalisierten Zwang sichtbar zu machen sucht, der die Menschen zur Arbeit treibt. Er enthält einen spielfilmischen sowie einen dokumentarischen Teil, die beide nur lose miteinander verknüpft sind, aber dennoch unbedingt zusammengehören.” [GSD]

Neben der Darbietung des neuen Werkes werden Auszüge aus dem Roman Der Schaum der Tage vom großartigen Boris Vian gelesen und zwei Kurzfilme von Urte Alfs gezeigt werden. Hier ist der Flyer.

Marschgepaeck im Wandel der Zeit Teil 1

Sonntag, April 13th, 2008

Teil 1: Kasper

trägt zur Grundausrüstung (Kochgeschirr, Verbandszeug) sorgfältig ausgewähltes Arsenal verschiedenster Partydrogen und Tranquilizer, die neben mehreren Litern gepflegter Spirituosen stets für die nötige Verfassung sorgen. Moderne Kommunikationstechnik und allerlei Aufzeichnungsgeräte heben Kaspar auf die Höhe der Zeit, ohne daß er sich ihren Zwängen unterwerfen müßte. Hochwertige Linsen verschaffen den nötigen Durchblick und immense Brennweiten und diverser Schnickschnack bereitet auf so ziemlich jede Eventualität vor. Gute Reise, Kasper!

Jugendbanden im Deutschlandwunder

Dienstag, April 8th, 2008

Wir möchten den hervorragenden Veranstaltungshinweis weiter tragen, mit dem im*moment*vorbei uns diese Woche dankenswerterweise um diebische Vorfreude auf den nächsten Samstag beschenkt hat. Im Rahmen der Buchvorstellung des Werkes “Deutschlandwunder” von der Gruppe Kittkritik wird am 12.4.2008 in der Kastanie 85 der Vortrag “Mit Judo gegen Wodka-Bruno, Miethai Zinse und Dr. Mubase. TKKG – Ein postnazistischer Jugendkrimi” zu hören sein. Diesen kündigen die Autoren folgendermaßen an:

In Buch- und Hörspielform macht im deutschen Jugendkrimi „TKKG“ der Bandenchef Tarzan seit 1979 seine Gefolgsleute durch geistige und körperliche Überlegenheit überflüssig. Gottgleich ist er für die jugendlichen Leser weniger Identifikationsfigur als virtueller Führer. Zur Aufrechterhaltung der gesellschaftlichen Ordnung löst Tarzan seine Fälle mit Hilfe des Faustrechts, verprügelt die, durch Hakennasen oder fremde Namen gekennzeichneten Dealer und andere Bösewichte. Der Beitrag zeigt, inwiefern TKKG Prototyp eines postfaschistischen Kinderkrimis ist und geht auf den Subjektverfall in der postfaschistischen Gesellschaft, anhand des Geschlechterverhältnisses zwischen Gabi und Tarzan, den rassistischen und antisemitischen Bedrohungszenarien einer Welt voll dunkler Machenschaften ein, in der sich die Masse nur durch Anlehnung an einen Führer wie Tarzan behaupten kann.” [Kittkritik]

Um sich die Abenteuer der vier sympathischen Aktivbürger nochmal rechtzeitig in Erinnerung zu rufen, empfehlen wir als Hörspielfreunde, einmal im Fundus dieser Seite zu wühlen (oder dieser). Wer es nicht mehr hören kann, dem sei diese gelungene Verballhornung ans Herz gelegt…

Mein Favorit ist Folge 152: Anna und Arthur, die diebischen Haschischspritzer

Auch schön: Folge 74: Im Schattenreich des Dr. Mubase mit Amphetamin-Content

PS: Unkultur war auch da.

reloaded

Dienstag, April 1st, 2008

Die drei Monate Rückzug, die wir uns aus Trauer und Ratlosigkeit über den richtigen Umgang mit unserem schmerzhaften Verlust auferlegt haben, sind vorüber. Es bleibt resigniertes Selbstmitleid angesichts der riesigen Lücke die gerissen wurde, der Verdacht, in den vergangen Monaten vieles falsch gemacht zu haben und die erdrückende Gewißheit, daß es für alles im Leben irgendwann einfach mal zu spät ist. Und ein bekloppter Nachruf in der Groove.
Wir sind in all unserer faulen Dämlichkeit und flachkulturellen Ausdrucksarmut jedenfalls erstmal wieder da. Nichts ist so gelaufen wie es sollte. Mal sehen wie es nun weitergeht.
Wehmütig macht jedesmal wieder die unwiderrufliche Assoziation des Jesse JamesSoundtracks
Goodbye Ramin. Danke für alles Geile. Machs gut.
Krzbrk!!