Am Rande der Gedenkdemonstration zum Jahrestag der Reichspogromnacht kam es zu Provokationen durch einen mit einer Thor-Steinar-Strickjacke bekleideten Beamten der Berliner Polizei im Dienst. Die Red and Anarchist Skinheads dokumentieren dazu einen Artikel der Jungen Welt. Photos des Zwischenfalls finden sich beim Medienkollektiv Berlin und auf Flickr. Mittlerweile läuft ein Disziplinarverfahren gegen den Beamten.
Diese dreiste Vehöhnung der jüdischen Opfer des deutschen Nationalsozialismus reiht sich ein in regelmäßige Höhepunkte rechtsextremer Tendenzen in der Berliner Polizei. Vor zwei Jahren veröffentlichte die Berliner Zeitung anläßlich des Bekanntwerdens von rechtsextremer Einhelligkeit in einer Berliner Einheit der Bundespolizei eine Chronik einschlägiger Vorfälle der jüngeren Vergangenheit. Anzeichen guter Kontakte zwischen Beamten und Berliner Nazis kommen immer wieder ans Licht. Die im letzten Jahr ertönten lauten Beschwerden einer Polizeischulklasse darüber, mit dem Besuch des jüdischen Holocaustüberlebenden Isaak Behar belästigt zu werden, dürften ebenfalls noch in lebhafter Erinnerung sein.
Thor Steinar indes sorgt durch einen anscheinenden Wechsel in der Geschäftsführung für Irritationen bei der deutschen Kundschaft. In einem bekannten Naziforum streitet man sich über die Auswirkungen von zwei arabischen Namen im Handelsregister.
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Nachtrag: Der Chef “regt” sich “auf”