Archive for the ‘Analogmalerei’ Category
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Mittwoch, Juli 8th, 2009
Hohlcontent #13
Donnerstag, April 16th, 2009Unbestrebtes Schaufeln in vermüllten Zimmerecken fördert neben zerlesenen Schundheftchen (Phase 2, Titanic…), vor Urzeiten ausgeborgter Unhaltungsliteratur und nachweislich ungewaschenen Socken neben sonstigem Unrat auch dieses zutage:

…und wirft diverse Fragen auf. Wie etwa kommt die zusammenhangslose Verquickung der Darstellung ausgiebiger Gammelei mit jener der unzeitgemäß gekleideten Dame zustande? Wieso greifen die beiden inhaltlich scheinbar unvereinbaren Ergüsse derart ineinander und welches wurde zuerst gemalt? Was “zocken” die apathisch in ihr Elend blickenden “Atzen” und “Atzinnen” da eigentlich? (Zu welcher Konsolengeneration gehört der Controller?) Warum hat die “Olle” (Schundsprech) als einzige der gammelnden Gestalten erkennbare Pupillen und was trinkt sie da eigentlich? Berliner??? Glaubt der Herr ganz rechts sich mit diesem dünnen Oberlippenbärtchen styletechnisch auf der sicheren Seite? Fragen, die der Urheber sich zu stellen hat und nicht beantworten kann… Offenbar war ich besoffen (o.ä.)…
Winter Du Arsch!!!
Samstag, Februar 14th, 2009
Wir haben jetzt zum zweiten mal Kohlen nachbestellt. Ich hab zwar schon im November dräuende Engpässe prognostiziert und da meinten alle ich wär paranoid, aber egal. Wenn man sich mit anderen zusammen Kohlen teilt, muß man aufpassen, daß man sich nicht in einen völlig panischen Sozialneid reinsteigert. Wenn ich in den großzügig beheizten Zimmern meiner Mitbewohner mal wieder einer Batterie randvoller Eimer mit diversen carbonen Delikatessen gegenüber stehe, fällt mir das meistens eher schwer. Mein Ofen ist schwer zu beheizen, also er ist ein Kachelofen, der auch gut wummert wenn er mal in Fahrt kommt, aber bis er warm ist dauert es i.d.R. so drei bis fünf Stunden. Dann penn ich meistens schon und komme wegen Kohlenmonoxidvergiftung morgens nicht aus der Koje. Außerdem wird mir das dauernde Kohlengeschleppe in den dreitausendsten Stock langsam zu anstrengend. Damit aber auch meine Mitbewohner ja nichts von dem Segen haben, schaufle ich das Zeug einfach massenhaft in die Gemeinschaftsöfen, am liebsten wenn niemand da ist und natürlich ohne die Luftzufuhr abzudrehen.
Der Scheißkälte in meiner Buchte ist aber wie gesagt nicht Herr zu werden. Ich lasse extra immer möglichst viele elektrische Geräte laufen, um mich an der Abwärme zu laben, aber selbst das bringt nichts. Den Vorschlag meines Falafelmannes, Kupferrohre durch Teelichter anzuheizen und damit mein Zimmer vollzustellen, konnte ich nicht in die Tat umsetzen, weil ich leider beim Abschrauben der Wasserleitungen erwischt wurde. Es hilft, heiße Flüssigkeiten zu sich zu nehmen. Allerdings ist die durchschnittliche Tasse Tee schon kalt, wenn ich mit ihr in meiner Kemenate angekommen bin. Also versuche ich mit Alkohol nachzuhelfen. Der Nachteil daran ist, daß ich mich nicht mehr auf meine Hausaufgaben konzentrieren kann und wenn der Sprit alle ist, zitter ich noch mehr als sowieso schon. Da ich mich nicht traue, das Fenster (Nordseite, einfach verglast) aufzumachen, beschweren sich außerdem alle über den Geruch von Alkoholismus und menschlichem Elend, der aus meiner Tür schwappt. Da ich den ganzen Tag in meiner Winterjacke rumlaufe, komme ich halt auch selten dazu, meine Klamotten zu wechseln, bzw. hab keinen Bock weil kalt! Zum Aufwärmen muß ich mich unter Vorwänden in die wie gesagt furzwarmen (vorgestern hat der Schornsteinfeger eine riesen Krähe aus dem Schornstein gepult) Zimmer meiner MitbewohnerInnen schleimen oder in die Kneipe, was langsam ins Geld geht. Allein heute bin ich zweimal aus der BAIZ geflogen.
Was für eine Freude war es also, als mich die mittlerweile in Berlin sattsam bekannte Supergrippe erwischte und mir zwei wundervolle, unvergessliche, verschwitzte Wochen im Fieber schenkte! Gern denke ich an sie zurück…
Jedenfalls wird es Zeit für eine radikalen Umsturz der bestehenden Verhältnisse! taz brennt gut, jungle world eher scheiße.
Klimakatastrophe jetzt!!!
Linientreu
Freitag, November 14th, 2008
Soli-Illustration für die Linie gemacht. Erschienen in der Kung-Fu-Hund #3.
Verflucht vom Flachland
Donnerstag, Juli 24th, 2008Im Waldstück nebenan schickten sich gerade die nervtötenden Haßfressen von Aktivbürgerschweinen der örtlichen Jugendbande an, den dort stattfindenden und für die mittelfristige regionale Versorgung entscheidenden Betäubungsmitteldeal platzen zu lassen. Grund genug für die Antifa Papenhorst, sich zwecks beherztem Einschreiten im von morgendlichen Tau befeuchteten Graben bereitzuhalten.
Marschgepaeck im Wandel der Zeit Teil 1
Sonntag, April 13th, 2008Teil 1: Kasper
trägt zur Grundausrüstung (Kochgeschirr, Verbandszeug) sorgfältig ausgewähltes Arsenal verschiedenster Partydrogen und Tranquilizer, die neben mehreren Litern gepflegter Spirituosen stets für die nötige Verfassung sorgen. Moderne Kommunikationstechnik und allerlei Aufzeichnungsgeräte heben Kaspar auf die Höhe der Zeit, ohne daß er sich ihren Zwängen unterwerfen müßte. Hochwertige Linsen verschaffen den nötigen Durchblick und immense Brennweiten und diverser Schnickschnack bereitet auf so ziemlich jede Eventualität vor. Gute Reise, Kasper!
Ein Bild und seine Geschichte #13
Samstag, Dezember 29th, 2007Das ökoanarchistische Kollektivdorf “Grüne Furche” hatte den Anspruch, selbstbestimmtes Wohnen mit der Weiterentwicklung gesellschaftlicher Standards und linker Politik zu verbinden, war jedoch nicht wirklich handlungsfähig, weil der nächste Mobilfunkmast viel zu weit entfert stand.
Das Kollektiv lebte weitestgehend abgeschnitten vom Rest der Szene, von Skeptikern unter Sektenverdacht gestellt, von Liebhabern allerdings als Rückzugspunkt weitab vom alltäglichen Würgegriff der Metropolen und szeneinternen Rechtfertigungszwängen hoch geschätzt und zum Teil verehrt wie verklärt. Später sollte das Dorf der Vergewaltigung durch den zunehmenden Tourismus, hauptsächlich aus Berlin-Prenzlauer Berg, zum Opfer fallen und seine einzigartige Atmosphäre zwischen aus dem Boden schießenden Streichelzoos und Headshops unwiderruflich zugrundegehen.
Hohlcontent #12
Mittwoch, Dezember 19th, 2007Aus Gründen der Prinzipientreue und vorangegangener Grundsatzkonflikte hatte sich die Emanzipatorische Antinationale Brigade schwer ins Zeug gelegt und sorgfältig darauf vorbereitet, bei einem heutigen möglichen Zusammentreffen endlich und ein für allemal klarzustellen, daß man sehr wohl und durchaus imstande sei, sich deutlich besser anzuziehen als die Schlampen von der Fraktion Internationale Solidarität…
Griff ins Archiv
Donnerstag, September 20th, 2007
Obenstehende Zeichnung soll nachfolgend verlinkten, nie vervollständigten, mangelndem Durchhaltevermögen und Konzentrationsschwächen zum Opfer gefallenen, dafür liebevoll bebilderten Fortsetzungstext illustrieren. Sind doch beide erste vorsichtige Ergüsse der gleichen, von jugendlicher Unreife und Selbstüberschätzung geprägten, die dicke schwere Luft langer dunkler wein- und tabakschwangerer Nächte atmender Schaffensperiode, die der werdende Künstler und Großstadtnichtsnutz, so dachten wir, als unausweichliche, möglichst selbstzerstörerische Initiationsphase vor dem möglichen Werden wirklich großer, reifer Kunst, durchleben muß. Bevorstehende kalte Winternächte erinnern an diese Zeit, besonders, nachdem mein arbeitsspeicherröstender Prozessor nur noch auf der Hälfte seines Potentiales laufen darf und die Nächte demzufolge noch länger werden. Zeit genug, angekündigten Schwachsinn zu lektorieren?
Teaser
Sonntag, April 8th, 2007
Der Schoß ist fruchtbar noch…
Schlechte Zeichnungen mit abgedroschenen Naziwitzen und Weimarer Republik-Kitsch eventuell sobald ich meine Bibliothekskarte wiedergefunden habe.
Der Titel lautet natürlich in Reaktion auf die Ankündigung des anscheinend nächsten großen Wurfs des jenaer Cartoonmagazins für angewandte deutsche Spießigkeit so. Da ich davon ausgehe, daß mein Comic geiler wird, scheue ich mich nicht diese Parallele herzustellen.











