Archive for the ‘Bachelorbashing’ Category

Keep watching!

Sonntag, April 5th, 2009

Zu den jüngst in der jungle world noch recht lobend gegenüber der Vorlage facebook hervorgehobenen social networking Plattformen Studi- bzw. SchülerVZ gibt es seit Anfang März das neue Watchblog SVZwatch, das sich mit den fortwährenden rassistischen und antisemitischen Tendenzen von dort beheimateten Einzelmitgliedern und Gruppen auseinandersetzt. Damit wird die Tradition des schon vor zwei Jahren niedergeklagten Blogs studiwatch fortgesetzt.

Auguststraße gewesen

Mittwoch, Februar 11th, 2009

Wer gern mal wieder diese Mischung aus Ekel und Faszination erleben möchte, welche schon früher im Kunst-LK stets für aufgestellte Nackenhaare sorgte, kann sich hier angucken, wie es aussieht, wenn reiche Kinder von Eltern mit zu viel Geld schonmal probeweise den sie erwartenden Kunstbetrieb abfeiern, für den sich auszubeuten sie deshalb kaum erwarten können, weil sie dabei neben sich selbst auch noch andere verarschen können. Wohin sowas in Berlin schlußendlich führt sieht man mehr oder weniger zentrumsnah auf seinem Weg zur Bierbude beim Touristenslalom oder freitagabends wenn man sich freitagabends zu Vernissagen durch diverse den Gehweg überschwemmende Poshmobs boxen muß. Wenn das so weitergeht, können die Zeiten, in denen wir mit unseren Krückstöcken wedelnd am Straßenrand auf leeren Sternburgkästen schimmelnd geifernd über die vorbeidefilierende “feine Jugend” uns ereifern, nicht mehr fern sein.

Linie 206 bleibt!

Montag, September 22nd, 2008

Anfang Juni dieses Jahres hat das Haus Linienstraße 206 in Mitte seinen Besitzer gewechselt. Das bedeutet für das linke Wohnprojekt eine akute Bedrohung, denn der neuen Eigentümer meldet Eigenbedarf an, verlangt Zugang zu dem Haus und läßt also keinen Zweifel daran, daß er das Haus entmieten will.

Die Bewohner rüsten nun zur Verteidigung ihres Freiraums. Nachdem ein offenbar adäquater Mob persönlich das Angebot über die Auflösung der Mietverträge abgelehnt hatte, folgt nun am 26.9.2008 eine Demonstration.

Die Aufwertung der Gegend um die Grenze zwischen Mitte und Prenzlauer Berg schreitet mit großen Schritten voran. Der gleichzeitige Bau von vier Hotels am Rosenthaler Platz und so spaßige Dinge wie der Marthashof oder die immerhin vorerst auf Eis gelegten Fehrbelliner Höfe zeigen eine äußerst rasante Entwicklung in Richtung vollständiger Yuppi- und Touristifizierung. Mit beidem ist viel Geld zu machen und so ist die Linienstraße auch nicht das einzige bedrohte Projekt in Mitte. Die Zukunft der Brunnenstraße 183 und des Schokoladens ist ungewiß und die Werkstatt Fleischerei mußte bereits weg. Unter den Aufrufern sind außerdem die bedrohten Häuser Yorck59 im Bethanien, Rigaer94 und Liebig14.

Freitag, 26.09.2008: Rosenthaler Platz, Beginn 17:00

Hurra…

Freitag, Oktober 19th, 2007

Liebe Kommilitoninnen und Kommilitonen,

es ist nun sicher: Sie studieren an einer der wenigen deutschen Exzellenz-Universitäten! Dazu beglückwünsche ich Sie. Der unermüdliche Einsatz der Wissenschafterinnen und Wissenschaftler in den zurückliegenden zwei Jahren hat diesen großen Erfolg erbracht. Dafür bedanke ich mich im Namen des Präsidiums der Freien Universität.

Was bedeutet dieser großartige Erfolg für Sie?

1. Wenn Sie an dieser Freien Universität Ihren Abschluss gemacht haben, werden Ihre Zukunftschancen im Beruf noch besser sein als zuvor. Denn: Die Frage, an welcher Universität jemand studiert hat und graduiert wurde, ist für den Erfolg im Berufsleben auch international immer wichtiger geworden.

2. Die nun auch im Exzellenzwettbewerb zertifizierte hohe Qualität der Freien Universität wird weitere hervorragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler anziehen. Von deren Fähigkeit in Forschung und Lehre werden Sie profitieren.

3. Öffentliche und private Geldgeber investieren bevorzugt in Einrichtungen, deren Qualität außer Frage steht. Dadurch erweitert sich die personelle und sächliche Ausstattung der Universität. Die Bedingungen für eine exzellente Lehre verbessern sich.

Sie sehen: Unser großer Erfolg im Exzellenzwettbewerb des Bundes und der Länder ist ein Erfolg auch für Sie. Freuen Sie sich deshalb mit den Lehrenden und Ihren Kommilitoninnen und Kommilitonen, freuen Sie sich mit der Stadt Berlin über diesen Erfolg! Das Präsidium der Freien Universität wird die neue Zukunft für Sie gemeinsam mit den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern nun tatkräftig gestalten. Helfen Sie mit, dass uns das große Projekt gelingt!

Herzlich

Ihr
Univ.-Prof. Dr. Dieter Lenzen

Präsident
____________________________
Freie Universität Berlin
Kaiserswerther Str. 16-18
14195 Berlin
Tel.: (030) 838 73100
Fax: (030) 838 73107
Email: praesident@fu-berlin.de

 Saemtliche Verlinkungen wurden nachtraeglich gesetzt und kommen im Original nicht vor.

Griff ins Archiv

Donnerstag, September 20th, 2007

Obenstehende Zeichnung soll nachfolgend verlinkten, nie vervollständigten, mangelndem Durchhaltevermögen und Konzentrationsschwächen zum Opfer gefallenen, dafür liebevoll bebilderten Fortsetzungstext illustrieren. Sind doch beide erste vorsichtige Ergüsse der gleichen, von jugendlicher Unreife und Selbstüberschätzung geprägten, die dicke schwere Luft langer dunkler wein- und tabakschwangerer Nächte atmender Schaffensperiode, die der werdende Künstler und Großstadtnichtsnutz, so dachten wir, als unausweichliche, möglichst selbstzerstörerische Initiationsphase vor dem möglichen Werden wirklich großer, reifer Kunst, durchleben muß. Bevorstehende kalte Winternächte erinnern an diese Zeit, besonders, nachdem mein arbeitsspeicherröstender Prozessor nur noch auf der Hälfte seines Potentiales laufen darf und die Nächte demzufolge noch länger werden. Zeit genug, angekündigten Schwachsinn zu lektorieren?

Krischan sein Mufflon. Novelle mit Tieren und Tölpeln.

Der braune Mops marschiert…

Dienstag, Mai 15th, 2007

Der braune Mops

…beispielsweise nach Schwerin. Hoffentlich wissen auch alle noch, was ihre Globalisierungskritik von seiner unterscheidet, wenn er wieder gegangen ist. Hoffenlich bleibt er nicht da! Wird Lafontaine sprechen?
Der größte Teil der mobilisierten Massen wird, womöglich schwarz-rot-gold schwenkend, mehrheitlich quotendeutschem Schlager lauschen, später Bob Geldof seine “Bild” abkaufen und sich ob seines trendigen Dagegenseins schwer zusammengehörig fühlen.

Aus lauter Verlegenheit langweilige loci communis zusammenzuschustern, nur um hier mäßig witzige Wortspiele und schlecht gezeichnete Tiermotive unterzubringen, mag erbärmlich finden wer will.

Komplexe Zusammenhänge in vagen Andeutungen

Dienstag, März 27th, 2007

Ob der Spekulant Gijora Padovicz mit dem Rauskanten von Friedrichshainer Hausprojekten “weitergehende Ziele” verfolge, fragt sich heute die taz.

Der Herr besitzt eine große Zahl an Grundstücken auf dem von den selbsternannten Yuppies von Mediaspree zur Errichtung ihres repräsentativen Bonzenghettos auserkorenen Gebiet.

Direkt an dieses angrenzend befinden sich die Köpi und der Schwarze Kanal, dieser akut räumungsbedroht, jene in letzter Zeit unter lächerlichen Vorwänden (”illegaler Ausschank”) polizeilichen Übergriffen ausgesetzt. In unmittelbarer Nachbarschaft besetzt die Yorck59 das Bethanien und berherbergt die Initiative Mediaspree Versenken.

Studiwatch abgeschaltet

Mittwoch, März 21st, 2007

Das StudiVZ Watchblog Studiwatch wurde vom Netz genommen, und zwar “for a violation of our Terms of Service, wie Wordpress verlauten läßt.

Nun schien bei den Beiträgen, von denen der jüngste bis gestern bereits über fünf Wochen alt war, teilweise eine ziemlich harte antideutsche Linie durch, weswegen viele Leser eine einseitige Haltung beanstandeten, allerdings beschäftigte sich das blog bei näherem Hinsehen mit allen Formen politischen “Extremismus’”, und, was betont werden muß, die zwei Wochen, die tatsächlich aktiv berichtet wurde, reichen bei weitem nicht aus, um in einem Projekt, das angesichts des Themas nur aus Haß geboren werden kann, zu gebotener Objektivität zu finden.

Laut Technorati erschienen gestern zwei neue Einträge. Es ist allerdings wahrscheinlicher, daß diese gar nicht mehr nötig waren, um eventuelle Unterlassungsklagen geschmähter StudiVZ-Mitglieder greifen zu lassen. Ich persönlich fürchte, daß sich genügend jungdynamische BWL-Hools unterm Kommando E. Darianis gefunden haben, um nach Tel Aviv zu reisen und die gleichen Methoden anzuwenden, mit der sie bereits bei StudiVZ Boykott die Gegenseite eingeschüchtert haben.

Das Watchblog scheint jedenfalls unvorbereitet getroffen worden zu sein, da uns noch gestern vom Betreiber per Mail die Mitarbeit angeboten wurde.

Zum Thema:

Seuche Erstsemestler

Mittwoch, Januar 31st, 2007

Während ich nun frühmorgens, übernächtigt und todesgestreßt zwischen den Ärgernissen MS-Word-Unix-Kompatibilitätsproblemen, Windows XP-Druckerstreik und Papierstau pendelnd kurz davor bin den Verstand zu verlieren, während ich noch knapp zweihundert Seiten zu drucken habe, während ich die Vorlesung verpasse, während ich mich also langsam aber sicher zu einer ernstlichen Bedrohung der öffentlichen Ordnung zu entwickeln drohe, just in dieser Situation also leisten einige Exemplare der Gattung Erstsemestergesocks dieser unguten eifrig Vorschub wie störenden Soundtrack mit dem gegenseitigen Briefing über die neuesten, parallel recherchierten Neuigkeiten über die “voll geilen” “Festivals” bzw. Sechszehnjährigen-KZ Rock am Ring, Rock im Park und nicht zu vergessen “Härrikäyn”, das letztes Jahr ja wohl besonders “geil” war.

Ich muß brechen. Nicht nur, daß ich hier ungefragt mit dem unausgegorenen Musikgeschack von geistig minderjährigen belästigt werde, was ja dasselbe ist wie Leuten zuzuhören, die von unangenehmen Krankheiten erzählen, sondern ich werde auch Zeuge der Verhöhnung von tausenden, die letztes Jahr aufgrund des Mißmanagements eines überforderten Veranstalters den schmalen Grad zwischen Leben und Tod beschritten bzw. mit dem Auto im schlammigen Acker versanken oder vor der Mainstage ertranken. Das grenzt an Geschichtsrevisionismus!!
War ich auch so? Gewiß, denn ich erinnere mich dunkel, auch mal zwölf gewesen zu sein. Allerdings ahnte ich, daß ich geschmackstechnisch evtl. noch nicht so ganz ausgereift war und hielt in der Gesellschaft der Großen brav die Klappe! Unter solchen Umständen zu studieren ist ja wohl 1 Zumutung!

–> Force Attack