Archive for the ‘Gelobtes Land’ Category

brennende Autos:

Montag, Februar 8th, 2010

“Ein durchschnittlich ausgestatteter Porsche Cayenne kostet 130 000 Euro. Einer ALG-II-Bezieherin werden im Regelsatz für »Mobilität« monatlich 14,26 Euro zugestanden. Wenn sie diese Pauschale nun anspart, um sich einen derartigen fahrbaren Untersatz zu kaufen, müsste sie dies 760 Jahre lang tun. Der Erlebensfall ist also ausgeschlossen. (…) Es ist einfach der elende Zustand der Gesellschaft: Symbolisch stehen mit einem Porsche Cayenne neben dem armen Schlucker knapp acht Jahrhunderte Abstand zum guten Leben – abgeparkt am Straßenrand.”

Michael Kronawitter (ALB)

Freitag, September 18th, 2009

Massiv blau-weisz

Freitag, November 21st, 2008

Die vom Goethe-Institut organisierte, heftig kritisierte Tour des Weddinger Rappers Massiv durch die palästinensischen Autonomiegebiete wird nun von der taz aus einem freundlicheren Blickwinkel beleuchtet. Massiv boykottiere bspw. massiv die ebenfalls an der Tour teilnehmende Sängerin Shadia Mansoun aufgrund ihrer massiven Glorifizierung von Selbstmordattentaten. Als einen Beleg für Massivs neue political correctness führt der Artikel den nationalistischen Track “Wir sind alle gleich” an.

Linientreu

Freitag, November 14th, 2008


Soli-Illustration für die Linie gemacht. Erschienen in der Kung-Fu-Hund #3.

Linie 206 bleibt!

Montag, September 22nd, 2008

Anfang Juni dieses Jahres hat das Haus Linienstraße 206 in Mitte seinen Besitzer gewechselt. Das bedeutet für das linke Wohnprojekt eine akute Bedrohung, denn der neuen Eigentümer meldet Eigenbedarf an, verlangt Zugang zu dem Haus und läßt also keinen Zweifel daran, daß er das Haus entmieten will.

Die Bewohner rüsten nun zur Verteidigung ihres Freiraums. Nachdem ein offenbar adäquater Mob persönlich das Angebot über die Auflösung der Mietverträge abgelehnt hatte, folgt nun am 26.9.2008 eine Demonstration.

Die Aufwertung der Gegend um die Grenze zwischen Mitte und Prenzlauer Berg schreitet mit großen Schritten voran. Der gleichzeitige Bau von vier Hotels am Rosenthaler Platz und so spaßige Dinge wie der Marthashof oder die immerhin vorerst auf Eis gelegten Fehrbelliner Höfe zeigen eine äußerst rasante Entwicklung in Richtung vollständiger Yuppi- und Touristifizierung. Mit beidem ist viel Geld zu machen und so ist die Linienstraße auch nicht das einzige bedrohte Projekt in Mitte. Die Zukunft der Brunnenstraße 183 und des Schokoladens ist ungewiß und die Werkstatt Fleischerei mußte bereits weg. Unter den Aufrufern sind außerdem die bedrohten Häuser Yorck59 im Bethanien, Rigaer94 und Liebig14.

Freitag, 26.09.2008: Rosenthaler Platz, Beginn 17:00

Aktionstage Berlin

Mittwoch, Mai 28th, 2008

Anläßlich der begonnenen Aktionstage informiert das Piratinnenradio auf 95,2 mHz FM und als Livestream und der eigens eingerichtete Ticker. Die Presse war bei der feierlichen Eröffnung auch da und weil es halt so gut paßt, gibt es jetzt noch ein bißchen Propaganda.

One struggle…

Happy Birthday…

Mittwoch, Mai 14th, 2008

…Israel.

Laermquellenpeiler #50

Freitag, Mai 2nd, 2008

Banausenland

Montag, April 28th, 2008

Streng und schön liegt sie da, diese fraktal dahingeklüftete zärtlich liebevolle, verheißungsvolle Berglandschaft, ein Megabyte groß, dunkelbraun, selbstähnlich, rekursiv ausgerechnet, Höhenwerte in 2-Byte-Fließkommazahlen, bla. Was aber macht man jetzt damit? Einöde drüberspannen? Biotop für schreiben? Weiß auch nicht.. War halt mal wieder Zeit für ein bißchen Automatenmalerei!!!
Hier noch mehr Ergebnisse: 1, 2, 3, 4, 5

Marschgepaeck im Wandel der Zeit Teil 1

Sonntag, April 13th, 2008

Teil 1: Kasper

trägt zur Grundausrüstung (Kochgeschirr, Verbandszeug) sorgfältig ausgewähltes Arsenal verschiedenster Partydrogen und Tranquilizer, die neben mehreren Litern gepflegter Spirituosen stets für die nötige Verfassung sorgen. Moderne Kommunikationstechnik und allerlei Aufzeichnungsgeräte heben Kaspar auf die Höhe der Zeit, ohne daß er sich ihren Zwängen unterwerfen müßte. Hochwertige Linsen verschaffen den nötigen Durchblick und immense Brennweiten und diverser Schnickschnack bereitet auf so ziemlich jede Eventualität vor. Gute Reise, Kasper!

reloaded

Dienstag, April 1st, 2008

Die drei Monate Rückzug, die wir uns aus Trauer und Ratlosigkeit über den richtigen Umgang mit unserem schmerzhaften Verlust auferlegt haben, sind vorüber. Es bleibt resigniertes Selbstmitleid angesichts der riesigen Lücke die gerissen wurde, der Verdacht, in den vergangen Monaten vieles falsch gemacht zu haben und die erdrückende Gewißheit, daß es für alles im Leben irgendwann einfach mal zu spät ist. Und ein bekloppter Nachruf in der Groove.
Wir sind in all unserer faulen Dämlichkeit und flachkulturellen Ausdrucksarmut jedenfalls erstmal wieder da. Nichts ist so gelaufen wie es sollte. Mal sehen wie es nun weitergeht.
Wehmütig macht jedesmal wieder die unwiderrufliche Assoziation des Jesse JamesSoundtracks
Goodbye Ramin. Danke für alles Geile. Machs gut.
Krzbrk!!

Berlin 8.12.2007

Freitag, November 16th, 2007

Banausenrepublik Demorezensionsdienst #21

Sonntag, Mai 6th, 2007

Revolutionäre 1. Mai Demonstration Lausitzer Platz

Das, was dieses Jahr als “revolutionäre 1. Mai-Demo” durch Kreuzberg kroch, war, um diese Einschätzung vorwegzunehmen, reichlich arm. Wenn ich mit dem kruden Konglomerat, welches da eine ewig lange Strecke entlang in einer Art Cantorscher Kurve durch die Gassen um die Reichenberger Straße schlängelte, die Revolution starten müßte, würde ich erwägen, mich als Konterrevolutionär erschießen zu lassen.

Ausgehend von den Zahlen der Bullen kann man wahrscheinlich von 7000 Leuten sprechen, auch wenn mir selbst das noch übertrieben erscheint. Am Lausitzer Platz hatten sich vielleicht 3000 zusammengerottet. Darunter mindestens 5 Träger palästinensischer Flaggen, die, statt wegen unangebrachten Nationalismus’ rausgemobbt zu werden, den Zug so im folgenden optisch gut für sich vereinnahmen konnten.
Nun wurde zunächst routiniert gewettert, gegen “Imperialismus”, “Globalisierung” und so. Genau hingehört hab ich nicht, schließlich waren wir wegen der Köpi da. Stargast war Bewegung 2. Juni-Veteran Ralf Reinders, der hingebungsvoll für die Freilassung von Christian Klar etc. eintreten durfte. Als großer Clou angekündigt wurde die massenhafte Enttarnung und Markierung von Zivilbullen, zu deren Zweck man Photos schießen und per MMS an die zuständige AG schicken sollte. Hat anscheinend keiner gemacht, zumindest hab ich keines der gelben Bullenwarnschilder gesehen, dafür aber jede Menge Typen, die wie Zivten aussahen. Irgendwann setzte sich die ganze Geschichte dann auch mal in Bewegung. Die Strecke wurde zum Spießrutenlauf durch die zahlreichen säumenden photographierwütigen Touris. Die Polizei hingegen war offenbar gleich zu Hause geblieben. Wir fühlten uns irgendwie nicht ernst genommen.

Schließlich konnten wir doch noch den Black Block Köpi ausfindig und es uns darin relativ gemütlich machen, da die nicht vorhandenen Bullen ja nichts gegen die Seitentransparente sagen konnten. So humpelten wir den Rest der 1000 Kilometer langen Strecke entlang. Immer der Palifraktion hinterher, die sich immer weiter nach vorn boxen konnte. Wir fühlten uns irgendwie instrumentalisiert.

Wieso bekommt es jede beliebige Scheißdemo hin, sich auf den Verzicht auf Nationalflaggen zu einigen, nicht aber der rev. 1. Mai? Stattdessen begann Reinders, dessen Homies von den Tupamaros Westberlin und der Kommune 1 ja schön früher gerne mal brandsatztechnisch Vorbild in der Reichskristallnacht fanden, begeistert gegen das “Apartheidsregime” Israel zu wettern. Als dann in der Oranienstraße endlich jemand die Eier hatte, zum Ausgleich die Fahne Israels in die Brise zu stemmen, kaperte eine aufgebrachte junge Frau das Mikrophon und schrie ein paar Sätze auf arabisch, in denen sehr oft die Worte “Israel” und “Palästina” vorkamen. Sie bekam Beifall. Ihr Auftritt blieb seitens der Organisatoren unkommentiert. Wir gingen.
Und zwar nach Hause. Was wir uns nicht geben mußten, waren die traditionell ab jetzt auftauchenden grauen Wölfe und krawallgeilen Bürgerbübchen.

Punkrock Concert Guide #45

Donnerstag, Mai 3rd, 2007

Der beliebte Konzertführer erscheint aus aktuellem Anlaß in Form eines allgemeinen Veranstaltungskalenders und schmaler als gewohnt.

Jawohl.

Versteigerung der Køpi am 8. Mai

Mittwoch, April 25th, 2007

Auction of Køpi by order of the court

Since the 8th of February 2007 it has been planned that Køpi and the trailer park next to it are to be auctioned off to the highest bidder on Tuesday the 8th of May this year. Yesterday (23.04.07) we at Köpi only found this out by accident. While we were celebrating the 17th birthday of Köpi, investors and speculators already knew that the Köpi and the plot next to it where the trailer park is located are again coming up for sale. The bid for the Köpi is starting at 1.670.000 Euro. The trailer park ground is to be split into 3 parts and sold for a total of 1.815.000.

This is the third attempt at trying to sell the Köpi by auction. The two previous attempts failed. Responsible for the auction is the Commerzbank. They made the application for an auction by order of the court to District Court Tiergarten.

Profiteers of Business

At the same time, Ute Peters from the company Franell Consulting GmbH, which is located at Bayerischer Platz 2 in 10779 Berlin, is offering the Köpi for sale. This comes on the company’s own initiative and their pure greed for profit. The appraisal of the Köpi can be seen personally but is, for “safety reasons”, not published. Nevertheless Mrs. Peters got information about the appraisal, which she must have obtained illegally. Her keeping the information about the auction secret was planned from the start. She feared, not without grounds, that the auction would not go off smoothly if the date was known by the occupants.

The ominous appraisal was this time written by an engineer by the name of Erwin B. Stenkewitz. He has falsely written in the appraisal that the house is squatted when there are contracts. Also, the illusory value of 1.670.000 Euro was made up by him. If you have questions, you can visit him at Dahmestr. 25, 12527 Berlin.

Losers of Business

The Berlin cops are shitting themselves thinking of the recent events in Copenhagen. In some newspaper reports it is also mentioned that they see it as fatal that the auction’s date is so near to the 1st of May – even though it should be well-known to them that it doesn’t matter when the Köpi and the neighbouring plot are going to be auctioned. The feared “high mobilisation potential” and the expected material damage in case of the auction can be expected at any time.

Eternal Winners

The Koepi stands for a non-hierarchical and non-commercial connection between culture and politics. For 17 years, many large events have taken place in Köpi and through its unique character, the house has become internationally well-known.
Activists and visitors to the Köpi are not only from Berlin and other towns in Germany but also from many countries around Europe and the rest of the world.
We are not willing to let them take our free spaces and are going to fight them with all means at our disposal to keep them.

Enough is Enough!

The number of incidents over the last couple of months, such as the building of the nursing home right next to Köpi, the raid on some public rooms on the premises, the spying on Koepi from the Verdi building across the road, has now reached a critical stage with the planned auction on the 8th of May.
As the Koepi is located in a prime area in the eye of investors (the so-called “Media Spree“), the property value is high.
Potential customers, speculators and investors should be warned: buying the house could be more expensive than calculated because Köpi remains a capital risk!

That’s why we call for:

Demo: Saturday, the 5th of May 2007, 15:00 Breitscheidplatz

Rally: Tuesday, the 8th of May 2007, 7:00 in front of the district court
Mitte, Littenstr. 12-17, at the time of the auction