Archive for the ‘Geschmackskrebs’ Category

Dorp

Samstag, August 21st, 2010

Königsschießen in der Scheune nebenan. Neuerdings wird der Verlauf des Wehrsport-Wettkampfes mittels einer zunehmend lauten PA kommentiert, damit keinem Mitglied der stetig sich mehrenden VolksDorfgemeinschaft etwas entgeht. Zuvor marschiert der Festumzug unter zackigem Befehlston nacheinander zu den amtierenden SchützenkönigInnen, begleitet vom Spielmannszug, der das ganze mit “Ich hatt’ einen Kameraden” unterlegt (edit: am Denkmal für in den beiden Weltkriegen gefallenen Söhne).

Achja Literaturempfehlung: H. Borggräfe: Schützenvereine im Nationalsozialismus, Münster 2010;
hier die Einleitung

Landschaftsproduktion: nächtliche Zerklüftung verschiedener Urbarkeit

Freitag, Mai 28th, 2010

kugelblitz #2: chasing

Mittwoch, April 7th, 2010

flackernde leuchtende kugel, dramatisch einkreisend verfolgt

Neues von der Entertainmentfront

Sonntag, Januar 24th, 2010

Zwar wurden die Markenrechte am Begriff “Hardcorewieder verloren, aber dafür gewinnt die national gesinnte Bewegung Land auf anderem Terrain: richtig gutem Rap.

edit: Youtube hat TOS Violation festgestellt. Schade daß denen das gerade aufgefallen ist als sich die Zugriffszahlen des heimattreuen Medleys gerade von einem Tag auf den anderen verzehnfacht hatten. Doch das Jupp Goebbels Institut für Jugendkultur hat offenbar rechtzeitig gehandelt und den Film gesichert. Er kann aktuell hier abgerufen werden.

edit #2: Mittlerweile wird in der Fangemeinde auch ein Bootleg eines weniger bekannten Tracks gehandelt. Sind wir vom aufsteigenden Stern am deutschnationalen Raphimmel bisher sozialkritische Texte gewohnt, zeigt uns der sensible Junge aus dem Volk hier, daß er durchaus auch persönliche Themen wie Romantik und Trennungsschmerz glaubhaft rüberbringen kann. (via)

Liebe blogsport-Opfer,

Freitag, Februar 13th, 2009

weil wir zu faul sind, dreimal am Tag den kompletten Planeten durchzuscrollen, um rauszufinden wo sich die Szene trifft“, so wie Ihr es tun müßt um up to date zu sein, lassen wir die letzten planetweiten Aktivitäten für uns lesen und die Posts mit der höchsten Häufung von Kommentaren aka die, wo gerade angesagt sind anzeigen.
Das sieht dann in etwa so aus (heute mittag):

wendy (19)
nobodygamesashit (12)
wendy (10)
geprueftesargument (8)
rockstar (8)

Mit diesem kleinen Gimmick gehört auch Ihr (!) bald zu den Obercheckern der community! Alles was Ihr tun müßt um dieses trendy web 2.0 feature in Euren Blog zu integrieren, ist folgenden code einzufügen:

<!-- BLOGSPORT MOST DISCUSSED-->
<!-- sorting the most frequently discussed blogsport posts by counting comments on comments.blogsport.de -->
<script type="text/javascript" src="http://www.banausenrepublik.de/blog/blogsport_hot.php?lines=5&list=y&link=y&count=y" >
</script>
<!-- END -->

Die Attribute dürften sich von selbst erklären. link legt fest, ob Ihr uns mit fame danken wollt. Müßt Ihr natürlich nicht, dann finden wir Euch aber halt auch scheiße.

Auguststraße gewesen

Mittwoch, Februar 11th, 2009

Wer gern mal wieder diese Mischung aus Ekel und Faszination erleben möchte, welche schon früher im Kunst-LK stets für aufgestellte Nackenhaare sorgte, kann sich hier angucken, wie es aussieht, wenn reiche Kinder von Eltern mit zu viel Geld schonmal probeweise den sie erwartenden Kunstbetrieb abfeiern, für den sich auszubeuten sie deshalb kaum erwarten können, weil sie dabei neben sich selbst auch noch andere verarschen können. Wohin sowas in Berlin schlußendlich führt sieht man mehr oder weniger zentrumsnah auf seinem Weg zur Bierbude beim Touristenslalom oder freitagabends wenn man sich freitagabends zu Vernissagen durch diverse den Gehweg überschwemmende Poshmobs boxen muß. Wenn das so weitergeht, können die Zeiten, in denen wir mit unseren Krückstöcken wedelnd am Straßenrand auf leeren Sternburgkästen schimmelnd geifernd über die vorbeidefilierende “feine Jugend” uns ereifern, nicht mehr fern sein.

Massiv blau-weisz

Freitag, November 21st, 2008

Die vom Goethe-Institut organisierte, heftig kritisierte Tour des Weddinger Rappers Massiv durch die palästinensischen Autonomiegebiete wird nun von der taz aus einem freundlicheren Blickwinkel beleuchtet. Massiv boykottiere bspw. massiv die ebenfalls an der Tour teilnehmende Sängerin Shadia Mansoun aufgrund ihrer massiven Glorifizierung von Selbstmordattentaten. Als einen Beleg für Massivs neue political correctness führt der Artikel den nationalistischen Track “Wir sind alle gleich” an.

Fussball muss sterben, damit wir leben koennen

Montag, Juni 30th, 2008

Hate Football - Hate GermanyFußball an sich ist ja eigentlich schon scheiße…
Die Adelung seiner zur bequem zu äußernden und deshalb schulterzuckend abverlangten nationalen Pflicherfüllung und der vorrauseilende Gehorsam der dummdeutschen Mehrheitsgesellschaft, der offenbar eh latent chauvinistischen Armada überbezahlter Medienficker und nicht zuletzt der zu möglichst ausgiebiger Volksnähe sich bemüßigenden deutschen Amts- und Würdenträger gegenüber dieser ob 2006 gar nicht mehr so neuen deutschen Tugend Fußballgeilheit hätte aber eigentlich auch jedem kritischen Freund von Mannschafts- und Ballsportarten in den letzten Wochen ziemlich übel aufstoßen müssen, aber egal.

Schon zur WM haben wir gesehen, wie ein sportliches Großereignis zum Vehikel einer nationalistischen Flächenimpfung wurde. Die Nationalfarben konnten sich wieder sehen lassen und das Trikot der DFB-Auswahl wurde nicht mehr nur zu Asylbewerberheimsverbrennungen getragen, sondern dauernd. Funk und Fernsehen beschäftigten sich ausgiebiger als zuvor mit dem Leid und der Geschichte deutscher Opfer des Zweiten Weltkrieges und überhaupt tendierte man dazu, die Bewältigung der deutschen Vergangenheit generell durch ihre Verdrängung zu ersetzen. (Die Gruppe Kittkritik hat ein sehr lesenswertes Buch über diese Zustände geschrieben.)

Wie zu erwarten kam es zur Europameisterschaft wieder zur Verschmelzung von Profisport, Vaterland und Volksgemeinschaft. Der motorisierte Individualverkehr in ehemaligen NSDAP-Hochburgen wie Steglitz und Charlottenburg geriet zum Fahnenmeer. Besonders unangenehm fiel auf, daß vor allem betriebliche Gefährte das Bekenntnis zur nationalen Identifikation anbrachten, als würde es der Mittelstand auch aus pekuniären Erwägungen als Notwendigkeit ansehen, die Verbundenheit mit der deutschen Allgemeinheit hervorzuheben. (Erfreulich ist allerdings, daß die patriotische Kostümierung auch als zuverlässiger Deppenindikator funktionierte und man beispielsweise nur flüchtig bekannte Gesichter auf dem Campus schon aus der Ferne als Vollidioten identifizieren und weiträumig umgehen konnte, was angesichts des täglichen Gebrauchs eines Kunststofftrikots wahrscheinlich auch olfaktorisch sinnvoll war)
soccer sucks, fuck football Die Nationalmannschaft wuchs auf ca. 82 Mio. Mitglieder an, sowohl die dümmsten als auch die bestbezahlten Fressen des Landes versuchten sich an der Zwangsintegration des größten Teils der Landsleute in das so unbefangene und freundliche “wir” der deutschen Nation. Wer nicht dazugehören soll, dem wurde das auch deutlich zu verstehen gegeben.
Die Friedrich Ebert Stiftung hat fast unbemerkt das Sequel zu ihrer vor zwei Jahren erschienenen Studie “Vom Rand zur Mitte” herausgebracht und ist zu dem Ergebnis gekommen, daß es eben kein weltoffener und fortschrittlicher Party-Partiotismus ist, der zu solchen Veranstaltungen die Massen ergreift, auch wenn das offenbar eine weit verbreitete Annahme ist. Die Zahlen dokumentieren anscheinend vielmehr den knallharten Ruf nach einer geschlossenen Volksgemeinschaft.

Nun ist der Quatsch endlich vorbei... Die harten Wochen sich häufender Däm- und Widerlichkeiten sind überstanden, unzählige Male mußte man sich zusammenreißen, um den im Zweifelsfall ganz schnell in Überzahl sich befindenen polychromen Gesichtern bedingungsloser Vaterlandsliebe nicht im Affekt eine reinzuhauen, ohne Reizgas und schwere Stiefel traute man sich kaum aus dem Haus, beim Public Viewing am Hackeschen Markt gab es einen Thor Steinar-Block und linke Chaoten haben viele viele kleine Fähnchen geschändet… Die EM 2008 war eine erbarmungslos sich ziehende Demütigung sowohl für Skeptiker völkischer Konstrukte, nationalistischer Kategorien und testosteronieller Retardierung als auch Freunde des guten Geschmacks. Vielleicht sollte man sich mal Gedanken darüber machen, wie solchen Anlässen in Zukunft zu begegnen ist.

Fußball muß sterben, damit wir leben können!

Schland verrecke!

Deutscher HipHop is dying slowly and painfully

Mittwoch, Dezember 26th, 2007

Bereits im November hat das Rap-Duo Kinderzimmer Productions bekannt gegeben, in Zukunft nicht mehr gemeinsam unter dem bekannten Namen zu musizieren. Als Gründe wurden die prekäre finanzielle Situation und die zunehmende Verdummung des deutschen und deutschsprachigen Rap angegeben. Noch im Sommer war das Album “Asphalt” erschienen und vor zwei Wochen erschien in der Wochenzeitung freitag ein etwas konfuses Interview, in welchen vom Aufhören keine Rede ist. Die Banausenrepublik nimmt feierlich Abschied von einem der intelligentesten Projekte im deutschen Hip-Hop überhaupt und macht in diesem Sinne auch noch Werbung für HipHopVinyl in Friedrichshain.

Und wie wir nun gestern per Newsletter vernehmen mußten, hört auch das Berliner Label Royal Bunker im kommenden Jahr vorraussichtlich auf. Mit K.I.Z., dem bisher besten Pferd im Stall und Dauererfolg des Jahres, soll laut Labelchef (Marcus) Staiger auf jeden Fall noch ein Album rausgebracht werden, bevor die Lichter endgültig ausgehen. Auch wenn von der Bande Zöglinge doch wie Sido, B-Tight und Kool Savas einige zu eingangs erwähnter Verrohung oder zumindest Einengung deutscher Rapmusik im Mainstream beigetragen haben und andere hoffnungsvollere Gesichter wie Prinz Porno längst ausgestiegen sind, werten wir das Ableben der traditionsreichen Buchte in der Falkensteinstraße Nummer Dreizehn ebenfalls als Verlust.

Währenddessen besinnt sich der Nachwuchs in Bielefeld auf nationale Werte

Ghosts of living in the Eighties

Donnerstag, November 22nd, 2007

Ghosts of Independent MusicQuelle: www.eiszeit-kino.de

An diesem Wochenende vom 22. bis 25.November findet im Eiszeit-Kino in Kreuzberg das Filmfestival “The Ghost of Independent Music” statt.
Gezeigt werden so hervorragende Filme wie “Grundstück”, die Aufnahme des Auftritts der Einstürzenden Neubauten im Palast der Republik, “Ghosts of the Highway” über die Band Gun Club und der Knüller “Ghosts… of the Civil Dead” von John Hillcoat mit einem wundervollen minderjährigen Nick Cave, der nicht nur ebenfalls das Stichwort “Ghosts” im Titel trägt, sondern durch die gleichzeitige langjährige Zusammenarbeit Nick Caves mit dem Gun Club-Gitarristen Kid Congo Powers sowie Blixa Bargeld auch diesen Kreis schließen darf. Das zweite im Gegensatz zu den zahlreichen Musikvideos wirklich große gemeinsame Projekt von Nick Cave und John Hillcoat, der Splatter-Western “The Proposition” adelte die letztjährige Berlinale.
Außerdem bekommt man die Gelegenhgeit, den sehr frischen Film “Inside the Smiths” über eben diese anzusehen und “Curt Kobain About a Son” von 2006. Außerdem zu Gesicht bekommen kann man Lydia Lunch, Phillip Boa und Henry Rollins.
Die taz schreibt sehr appetitanregend über das Event.

Hier gibts den Flyer. Hier das Programm.

Waffenstillstand

Freitag, November 9th, 2007

Der Admin der Schlagaubtauschsplattform fuckdkm.blogsport.de hat die Kommentarfunktion geschlossen. Das Blog wurde als Reaktion auf die bewaffnete Belagerung des Subversivs durch betrunkene Graffitiaktivisten von u.a. DKM am 1.9.2007 gestartet und wurde schnell zu einem heiter sprudelnden Quell der Freude für außenstehende und unverletzt gebliebene Leser.

Die Crew und das Massaker wurden auch anderswo thematisiert, letztlich blieb die Geschichte aber ein ziemlich heißes Eisen – offenbar wurden sogar bereits verfaßte Blogeinträge zum Thema nachträglich entfernt – und man blickte viel eher peinlich berührt über die ausufernde Aggressivität der “Diskussion” lieber woanders hin. Dabei gewann gerade der immer hysterischer werdende Ton der Streiterei immer mehr an Unterhaltungswert.

Die Crew, deren alkoholbedingt möglicherweise unzurechnungsfähige Mitglieder sich aufgrund einer Getränkesperre etwas danebenbenommen hatten, sah dies ziemlich bald ein und verfaßte ein Entschuldigungsschreiben, in welchem der Vorfall wortreich bedauert wurde. Als jedoch einige Leute sich als noch immer ein wenig angefressen zu erkennen gaben, formierte sich eine breite Front aus deren Reihen entweder alles geleugnet wurde oder Vorwürfe der Spalterei erhoben. Die Wortwahl wurde mehr und mehr unüberlegt, und ca. einen Monat nach dem Blind Date auf der Notaufnahme waren die Fronten auf die Begriffe “Antideutsche” und “Antisemitische Sprüher” abstrahiert, und in der Anomymität der Kommentarspalte konnte sich ein irrationales und absurdes Klima der Gewalt ausbreiten.

Darin schimmerten zart sprießende humoristische Blüten um so mehr, wie eine herrlich romantische dreiteilige Berliner Heile-Welt-Phantasie, die mich so glücklich gemacht hat wie kaum ein anderes Stück Text jemals.

Fern von Träumereien wurde auf einmal diskutiert, ob sich überhaupt eigentlich nur die Leute als “betroffen” fühlen düften, die Platzwunden am Kopf davongetragen hatten oder aber auch solche, die sich nur um vier Uhr morgens mit der Option darauf auseinandersetzen mußten, und die Chrom Fraktion formierte sich. Plötzlich schien es als solle der Streit zurück auf die Straße getragen werden!

Ein Großteil der informierten Öffentlichkeit hatte sich von Anfang an für die Löschung des Blogs ausgesprochen und dürfte mit der Sperrung nach dem 200. Kommentar nun auch zufrieden sein. Eine bizarre Daily-Soap, die ihre besten Tage mangels neuer Ideen und aufgrund allzu stumpfer Provokationen hinter sich gebracht hatte, ist damit nun abgesetzt. Oder so.

Griff ins Archiv

Donnerstag, September 20th, 2007

Obenstehende Zeichnung soll nachfolgend verlinkten, nie vervollständigten, mangelndem Durchhaltevermögen und Konzentrationsschwächen zum Opfer gefallenen, dafür liebevoll bebilderten Fortsetzungstext illustrieren. Sind doch beide erste vorsichtige Ergüsse der gleichen, von jugendlicher Unreife und Selbstüberschätzung geprägten, die dicke schwere Luft langer dunkler wein- und tabakschwangerer Nächte atmender Schaffensperiode, die der werdende Künstler und Großstadtnichtsnutz, so dachten wir, als unausweichliche, möglichst selbstzerstörerische Initiationsphase vor dem möglichen Werden wirklich großer, reifer Kunst, durchleben muß. Bevorstehende kalte Winternächte erinnern an diese Zeit, besonders, nachdem mein arbeitsspeicherröstender Prozessor nur noch auf der Hälfte seines Potentiales laufen darf und die Nächte demzufolge noch länger werden. Zeit genug, angekündigten Schwachsinn zu lektorieren?

Krischan sein Mufflon. Novelle mit Tieren und Tölpeln.

Punkrock Concert Guide #47

Montag, August 27th, 2007

Punkrock Concert Guide #46

Montag, Juli 16th, 2007

Das reicht ja wohl fürs erste!

Baldur’s Mate Monthly Teaser

Samstag, Mai 19th, 2007

Haha! SA!

Mehr “Artwork” gibt es hier. Meine ZLB-Karte ist wieder aufgetaucht. Den Scheißer in der Uniform nenne ich Winfried.