Archive for the ‘Lärmbelästigung’ Category

Dorp

Samstag, August 21st, 2010

Königsschießen in der Scheune nebenan. Neuerdings wird der Verlauf des Wehrsport-Wettkampfes mittels einer zunehmend lauten PA kommentiert, damit keinem Mitglied der stetig sich mehrenden VolksDorfgemeinschaft etwas entgeht. Zuvor marschiert der Festumzug unter zackigem Befehlston nacheinander zu den amtierenden SchützenkönigInnen, begleitet vom Spielmannszug, der das ganze mit “Ich hatt’ einen Kameraden” unterlegt (edit: am Denkmal für in den beiden Weltkriegen gefallenen Söhne).

Achja Literaturempfehlung: H. Borggräfe: Schützenvereine im Nationalsozialismus, Münster 2010;
hier die Einleitung

Neues von der Entertainmentfront

Sonntag, Januar 24th, 2010

Zwar wurden die Markenrechte am Begriff “Hardcorewieder verloren, aber dafür gewinnt die national gesinnte Bewegung Land auf anderem Terrain: richtig gutem Rap.

edit: Youtube hat TOS Violation festgestellt. Schade daß denen das gerade aufgefallen ist als sich die Zugriffszahlen des heimattreuen Medleys gerade von einem Tag auf den anderen verzehnfacht hatten. Doch das Jupp Goebbels Institut für Jugendkultur hat offenbar rechtzeitig gehandelt und den Film gesichert. Er kann aktuell hier abgerufen werden.

edit #2: Mittlerweile wird in der Fangemeinde auch ein Bootleg eines weniger bekannten Tracks gehandelt. Sind wir vom aufsteigenden Stern am deutschnationalen Raphimmel bisher sozialkritische Texte gewohnt, zeigt uns der sensible Junge aus dem Volk hier, daß er durchaus auch persönliche Themen wie Romantik und Trennungsschmerz glaubhaft rüberbringen kann. (via)

Deutschpunk Revival Sommer 2010

Freitag, November 13th, 2009

Pünktlich zum 30. Bandjubiläum kündigt Slime eine zeitweilige Reunion an. Außerdem entschließen sich \frac{2}{3} von WIZO zur Neugründung. Beide sind Ende Mai beim Ruhrpott-Rodeo zu sehen.

Cave, Ellis, Hillcoat, McCarthy

Montag, Oktober 5th, 2009


Nick Caves Zusammenarbeit mit den Bad Seeds droht mit der zunehmenden Anteilnahme des kulturellen Mahlstroms immer mehr an Bedeutung zu verlieren. Waren zwar auf dem letzten Album “Dig, Lazarus, Dig!!!” noch einige Perlen, wird das Publikum seit Jahren immer danebener und wird mittlerweile sogar in Form der dichten Kumulation von Idioten auf dem deutschen Festival Hurricane bedient. Daß der Ausstieg von Mick Harvey kurz nach der Zusage Anfang dieses Jahres mit dieser zu tun hatte, ist sicher nicht unwahrscheinlich.
Glücklicherweise betätigt sich Cave allerdings umso mehr in seinen Nebenprojekten. Zur Lesung seines neuen Buches “The Death of Bunny Munro” ist er am 17.10. in Hamburg. Das Hörbuch der deutschen Fassung spricht Blixa Bargeld.
Bemerkenswerter ist allerdings, daß mit Caves und Ellis’ Soundtrack zur Verfilmung von Cormac McCarthys eindrucksvollem Roman “The Road” von John Hillcoat endlich eine Zusammenarbeit stattfindet, die so schon immer folgerichtig und unausweichlich erschien. Hillcoat ist für die Mehrzahl der Bad Seeds-Videos verantworlich und hat schon Nick Caves Drehbuch zu “The Proposition” imposant umgesetzt. Schon damals hatten Nick Cave und Warren Ellis den Soundtrack geliefert. Die düsteren und beklemmenden Bilder, die Cormac McCarthy in seinen Romanen und Erzählungen malt, erinnern allerdings stark an die hoffnungslose Südstaatenatmosphäre, mit der Nick Cave mit den Bad Seeds schon immer gespielt hat, daß sich jetzt schon die Hände gerieben werden dürfen vor lauter Vorfreude an die musikalische Umsetzung der von McCarthy entworfenen Dramatik. Vor allem wenn man die wundervollen Kompositionen Caves und Ellis’, ohne die der Western “The Assassination of Jesse James by the Coward Robert Ford” vielleicht nicht mehr gewesen wäre als ein unrasiertes Brad Pitt-Schaulaufen, als einen Vorgeschmack auf das neue Werk betrachtet.

Trailer

most-discussed-widget wieder diskursrelevant

Mittwoch, Mai 20th, 2009

Das von uns der blogsport-community großzügig zur Verfügung gestellte Kommentarcluster-Script, welches dank kurzsichtiger Programmierung den jüngsten, aufgrund fortwährender Serverüberlastung nötig gewordenen Umstrukturierungen der blogsport-Planeten nicht mehr gewachsen war, liest jetzt das RSS-feed des comment-Planeten und ist nun also wieder einigermaßen zu gebrauchen. Erfreulicherweise wird nun auch wieder eine oldschool-Version des Planeten abgeboten, die unter einer unwesentlich sperrigeren URL als früher zu finden ist.

Mitte: Polizei beeindruckt

Mittwoch, April 8th, 2009

Über die Spontandemo, die sich am Montagabend in Mitte formierte und für kurze Zeit an vermutlich als solchen angesehenen architektonischen Insignien von Aufwertung und Kriegsgewinnlerei vorbeimarodieren konnte, zerbrechen sich nun auch die internetfähigen Verbeamteten der Berliner Polizei den Kopf. Diese sind fassungslos darüber, wie ein Haufen von Chaoten es wagen kann, das “Sicherheitsgefühl” von “harmlosen Bürgern und Touristen” zu gefährden. Um dieses wiederherzustellen, hatte man ja nach dem Spektakel einfach halb Mitte mit Wannen der 23. EHu vollgestellt und stundenlang Pkw mit unauffällig gaffenden PMS-Zivis durch die Gegend patroullieren lassen.
(via postidentitär)

Kleine Presseschau Extremismus

Montag, März 30th, 2009

Die Nazis vom nationalen Widerstand haben es ja nun mit ihrer auch vorher hinlänglich bekannten und schlecht resp. nicht recherchierten Abschußliste “linksextremer” Kneipen und Läden bis in die bürgerliche Presse geschafft. Der unter dem Artikel von der demokratischen Leserschaft abgegebene Meinungsmüll verdeutlicht lustigerweise auch gleich, warum die meisten Läden die jetzt eingetroffene briefliche Einladung zur Zusammenarbeit mit und von der Polizei ignorieren werden…
Aufmerksam geworden wahrscheinlich durch das fortwährende Geschepper deckte die Journaille jedoch kürzlich mit gerade mal vier läppischen Monaten Verspätung auch den Verkauf von Thor Steinar an einen arabischen Investor auf. Die demokratische Öffentlichkeit behält die Ränder des politischen Spektrums also gut im Auge.

Winter Du Arsch!!!

Samstag, Februar 14th, 2009


Wir haben jetzt zum zweiten mal Kohlen nachbestellt. Ich hab zwar schon im November dräuende Engpässe prognostiziert und da meinten alle ich wär paranoid, aber egal. Wenn man sich mit anderen zusammen Kohlen teilt, muß man aufpassen, daß man sich nicht in einen völlig panischen Sozialneid reinsteigert. Wenn ich in den großzügig beheizten Zimmern meiner Mitbewohner mal wieder einer Batterie randvoller Eimer mit diversen carbonen Delikatessen gegenüber stehe, fällt mir das meistens eher schwer. Mein Ofen ist schwer zu beheizen, also er ist ein Kachelofen, der auch gut wummert wenn er mal in Fahrt kommt, aber bis er warm ist dauert es i.d.R. so drei bis fünf Stunden. Dann penn ich meistens schon und komme wegen Kohlenmonoxidvergiftung morgens nicht aus der Koje. Außerdem wird mir das dauernde Kohlengeschleppe in den dreitausendsten Stock langsam zu anstrengend. Damit aber auch meine Mitbewohner ja nichts von dem Segen haben, schaufle ich das Zeug einfach massenhaft in die Gemeinschaftsöfen, am liebsten wenn niemand da ist und natürlich ohne die Luftzufuhr abzudrehen.
Der Scheißkälte in meiner Buchte ist aber wie gesagt nicht Herr zu werden. Ich lasse extra immer möglichst viele elektrische Geräte laufen, um mich an der Abwärme zu laben, aber selbst das bringt nichts. Den Vorschlag meines Falafelmannes, Kupferrohre durch Teelichter anzuheizen und damit mein Zimmer vollzustellen, konnte ich nicht in die Tat umsetzen, weil ich leider beim Abschrauben der Wasserleitungen erwischt wurde. Es hilft, heiße Flüssigkeiten zu sich zu nehmen. Allerdings ist die durchschnittliche Tasse Tee schon kalt, wenn ich mit ihr in meiner Kemenate angekommen bin. Also versuche ich mit Alkohol nachzuhelfen. Der Nachteil daran ist, daß ich mich nicht mehr auf meine Hausaufgaben konzentrieren kann und wenn der Sprit alle ist, zitter ich noch mehr als sowieso schon. Da ich mich nicht traue, das Fenster (Nordseite, einfach verglast) aufzumachen, beschweren sich außerdem alle über den Geruch von Alkoholismus und menschlichem Elend, der aus meiner Tür schwappt. Da ich den ganzen Tag in meiner Winterjacke rumlaufe, komme ich halt auch selten dazu, meine Klamotten zu wechseln, bzw. hab keinen Bock weil kalt! Zum Aufwärmen muß ich mich unter Vorwänden in die wie gesagt furzwarmen (vorgestern hat der Schornsteinfeger eine riesen Krähe aus dem Schornstein gepult) Zimmer meiner MitbewohnerInnen schleimen oder in die Kneipe, was langsam ins Geld geht. Allein heute bin ich zweimal aus der BAIZ geflogen.
Was für eine Freude war es also, als mich die mittlerweile in Berlin sattsam bekannte Supergrippe erwischte und mir zwei wundervolle, unvergessliche, verschwitzte Wochen im Fieber schenkte! Gern denke ich an sie zurück…
Jedenfalls wird es Zeit für eine radikalen Umsturz der bestehenden Verhältnisse! taz brennt gut, jungle world eher scheiße.

Klimakatastrophe jetzt!!!

Liebe blogsport-Opfer,

Freitag, Februar 13th, 2009

weil wir zu faul sind, dreimal am Tag den kompletten Planeten durchzuscrollen, um rauszufinden wo sich die Szene trifft“, so wie Ihr es tun müßt um up to date zu sein, lassen wir die letzten planetweiten Aktivitäten für uns lesen und die Posts mit der höchsten Häufung von Kommentaren aka die, wo gerade angesagt sind anzeigen.
Das sieht dann in etwa so aus (heute mittag):

wendy (19)
nobodygamesashit (12)
wendy (10)
geprueftesargument (8)
rockstar (8)

Mit diesem kleinen Gimmick gehört auch Ihr (!) bald zu den Obercheckern der community! Alles was Ihr tun müßt um dieses trendy web 2.0 feature in Euren Blog zu integrieren, ist folgenden code einzufügen:

<!-- BLOGSPORT MOST DISCUSSED-->
<!-- sorting the most frequently discussed blogsport posts by counting comments on comments.blogsport.de -->
<script type="text/javascript" src="http://www.banausenrepublik.de/blog/blogsport_hot.php?lines=5&list=y&link=y&count=y" >
</script>
<!-- END -->

Die Attribute dürften sich von selbst erklären. link legt fest, ob Ihr uns mit fame danken wollt. Müßt Ihr natürlich nicht, dann finden wir Euch aber halt auch scheiße.

Massiv blau-weisz

Freitag, November 21st, 2008

Die vom Goethe-Institut organisierte, heftig kritisierte Tour des Weddinger Rappers Massiv durch die palästinensischen Autonomiegebiete wird nun von der taz aus einem freundlicheren Blickwinkel beleuchtet. Massiv boykottiere bspw. massiv die ebenfalls an der Tour teilnehmende Sängerin Shadia Mansoun aufgrund ihrer massiven Glorifizierung von Selbstmordattentaten. Als einen Beleg für Massivs neue political correctness führt der Artikel den nationalistischen Track “Wir sind alle gleich” an.

RAC supports Antifa

Donnerstag, November 13th, 2008

In der Auseinandersetzung um den Auftritt der Oi!-Band Stomper98 am 15.11. im Conne Island haben das ZK Knülle sowie Audiolith unter Federführung von den sich hintergangen fühlenden Egotronic brauchbare Belege für die rechtsoffenheit der Band vorgelegt. Das Conne Island bemüht sich in seiner Entscheidung, sich die Oi!-Szene warmzuhalten zu versuchen, um Transparenz und stellt die Briefwechsel und Stellungnahmen zur Verfügung.

[...]

Fussball muss sterben, damit wir leben koennen

Montag, Juni 30th, 2008

Hate Football - Hate GermanyFußball an sich ist ja eigentlich schon scheiße…
Die Adelung seiner zur bequem zu äußernden und deshalb schulterzuckend abverlangten nationalen Pflicherfüllung und der vorrauseilende Gehorsam der dummdeutschen Mehrheitsgesellschaft, der offenbar eh latent chauvinistischen Armada überbezahlter Medienficker und nicht zuletzt der zu möglichst ausgiebiger Volksnähe sich bemüßigenden deutschen Amts- und Würdenträger gegenüber dieser ob 2006 gar nicht mehr so neuen deutschen Tugend Fußballgeilheit hätte aber eigentlich auch jedem kritischen Freund von Mannschafts- und Ballsportarten in den letzten Wochen ziemlich übel aufstoßen müssen, aber egal.

Schon zur WM haben wir gesehen, wie ein sportliches Großereignis zum Vehikel einer nationalistischen Flächenimpfung wurde. Die Nationalfarben konnten sich wieder sehen lassen und das Trikot der DFB-Auswahl wurde nicht mehr nur zu Asylbewerberheimsverbrennungen getragen, sondern dauernd. Funk und Fernsehen beschäftigten sich ausgiebiger als zuvor mit dem Leid und der Geschichte deutscher Opfer des Zweiten Weltkrieges und überhaupt tendierte man dazu, die Bewältigung der deutschen Vergangenheit generell durch ihre Verdrängung zu ersetzen. (Die Gruppe Kittkritik hat ein sehr lesenswertes Buch über diese Zustände geschrieben.)

Wie zu erwarten kam es zur Europameisterschaft wieder zur Verschmelzung von Profisport, Vaterland und Volksgemeinschaft. Der motorisierte Individualverkehr in ehemaligen NSDAP-Hochburgen wie Steglitz und Charlottenburg geriet zum Fahnenmeer. Besonders unangenehm fiel auf, daß vor allem betriebliche Gefährte das Bekenntnis zur nationalen Identifikation anbrachten, als würde es der Mittelstand auch aus pekuniären Erwägungen als Notwendigkeit ansehen, die Verbundenheit mit der deutschen Allgemeinheit hervorzuheben. (Erfreulich ist allerdings, daß die patriotische Kostümierung auch als zuverlässiger Deppenindikator funktionierte und man beispielsweise nur flüchtig bekannte Gesichter auf dem Campus schon aus der Ferne als Vollidioten identifizieren und weiträumig umgehen konnte, was angesichts des täglichen Gebrauchs eines Kunststofftrikots wahrscheinlich auch olfaktorisch sinnvoll war)
soccer sucks, fuck football Die Nationalmannschaft wuchs auf ca. 82 Mio. Mitglieder an, sowohl die dümmsten als auch die bestbezahlten Fressen des Landes versuchten sich an der Zwangsintegration des größten Teils der Landsleute in das so unbefangene und freundliche “wir” der deutschen Nation. Wer nicht dazugehören soll, dem wurde das auch deutlich zu verstehen gegeben.
Die Friedrich Ebert Stiftung hat fast unbemerkt das Sequel zu ihrer vor zwei Jahren erschienenen Studie “Vom Rand zur Mitte” herausgebracht und ist zu dem Ergebnis gekommen, daß es eben kein weltoffener und fortschrittlicher Party-Partiotismus ist, der zu solchen Veranstaltungen die Massen ergreift, auch wenn das offenbar eine weit verbreitete Annahme ist. Die Zahlen dokumentieren anscheinend vielmehr den knallharten Ruf nach einer geschlossenen Volksgemeinschaft.

Nun ist der Quatsch endlich vorbei... Die harten Wochen sich häufender Däm- und Widerlichkeiten sind überstanden, unzählige Male mußte man sich zusammenreißen, um den im Zweifelsfall ganz schnell in Überzahl sich befindenen polychromen Gesichtern bedingungsloser Vaterlandsliebe nicht im Affekt eine reinzuhauen, ohne Reizgas und schwere Stiefel traute man sich kaum aus dem Haus, beim Public Viewing am Hackeschen Markt gab es einen Thor Steinar-Block und linke Chaoten haben viele viele kleine Fähnchen geschändet… Die EM 2008 war eine erbarmungslos sich ziehende Demütigung sowohl für Skeptiker völkischer Konstrukte, nationalistischer Kategorien und testosteronieller Retardierung als auch Freunde des guten Geschmacks. Vielleicht sollte man sich mal Gedanken darüber machen, wie solchen Anlässen in Zukunft zu begegnen ist.

Fußball muß sterben, damit wir leben können!

Schland verrecke!

Laermquellenpeiler #50

Freitag, Mai 2nd, 2008

Jugendbanden im Deutschlandwunder

Dienstag, April 8th, 2008

Wir möchten den hervorragenden Veranstaltungshinweis weiter tragen, mit dem im*moment*vorbei uns diese Woche dankenswerterweise um diebische Vorfreude auf den nächsten Samstag beschenkt hat. Im Rahmen der Buchvorstellung des Werkes “Deutschlandwunder” von der Gruppe Kittkritik wird am 12.4.2008 in der Kastanie 85 der Vortrag “Mit Judo gegen Wodka-Bruno, Miethai Zinse und Dr. Mubase. TKKG – Ein postnazistischer Jugendkrimi” zu hören sein. Diesen kündigen die Autoren folgendermaßen an:

In Buch- und Hörspielform macht im deutschen Jugendkrimi „TKKG“ der Bandenchef Tarzan seit 1979 seine Gefolgsleute durch geistige und körperliche Überlegenheit überflüssig. Gottgleich ist er für die jugendlichen Leser weniger Identifikationsfigur als virtueller Führer. Zur Aufrechterhaltung der gesellschaftlichen Ordnung löst Tarzan seine Fälle mit Hilfe des Faustrechts, verprügelt die, durch Hakennasen oder fremde Namen gekennzeichneten Dealer und andere Bösewichte. Der Beitrag zeigt, inwiefern TKKG Prototyp eines postfaschistischen Kinderkrimis ist und geht auf den Subjektverfall in der postfaschistischen Gesellschaft, anhand des Geschlechterverhältnisses zwischen Gabi und Tarzan, den rassistischen und antisemitischen Bedrohungszenarien einer Welt voll dunkler Machenschaften ein, in der sich die Masse nur durch Anlehnung an einen Führer wie Tarzan behaupten kann.” [Kittkritik]

Um sich die Abenteuer der vier sympathischen Aktivbürger nochmal rechtzeitig in Erinnerung zu rufen, empfehlen wir als Hörspielfreunde, einmal im Fundus dieser Seite zu wühlen (oder dieser). Wer es nicht mehr hören kann, dem sei diese gelungene Verballhornung ans Herz gelegt…

Mein Favorit ist Folge 152: Anna und Arthur, die diebischen Haschischspritzer

Auch schön: Folge 74: Im Schattenreich des Dr. Mubase mit Amphetamin-Content

PS: Unkultur war auch da.

Deutscher HipHop is dying slowly and painfully

Mittwoch, Dezember 26th, 2007

Bereits im November hat das Rap-Duo Kinderzimmer Productions bekannt gegeben, in Zukunft nicht mehr gemeinsam unter dem bekannten Namen zu musizieren. Als Gründe wurden die prekäre finanzielle Situation und die zunehmende Verdummung des deutschen und deutschsprachigen Rap angegeben. Noch im Sommer war das Album “Asphalt” erschienen und vor zwei Wochen erschien in der Wochenzeitung freitag ein etwas konfuses Interview, in welchen vom Aufhören keine Rede ist. Die Banausenrepublik nimmt feierlich Abschied von einem der intelligentesten Projekte im deutschen Hip-Hop überhaupt und macht in diesem Sinne auch noch Werbung für HipHopVinyl in Friedrichshain.

Und wie wir nun gestern per Newsletter vernehmen mußten, hört auch das Berliner Label Royal Bunker im kommenden Jahr vorraussichtlich auf. Mit K.I.Z., dem bisher besten Pferd im Stall und Dauererfolg des Jahres, soll laut Labelchef (Marcus) Staiger auf jeden Fall noch ein Album rausgebracht werden, bevor die Lichter endgültig ausgehen. Auch wenn von der Bande Zöglinge doch wie Sido, B-Tight und Kool Savas einige zu eingangs erwähnter Verrohung oder zumindest Einengung deutscher Rapmusik im Mainstream beigetragen haben und andere hoffnungsvollere Gesichter wie Prinz Porno längst ausgestiegen sind, werten wir das Ableben der traditionsreichen Buchte in der Falkensteinstraße Nummer Dreizehn ebenfalls als Verlust.

Währenddessen besinnt sich der Nachwuchs in Bielefeld auf nationale Werte