Archive for the ‘Software’ Category

Landschaftsproduktion: nächtliche Zerklüftung verschiedener Urbarkeit

Freitag, Mai 28th, 2010

Google Wardriving: Ortung über Wi-fi

Samstag, Mai 8th, 2010

Seit 2007 hat Google Maps Mobile das Feature “My Location“. Damit kann Google, anhand von Informationen über benachbarte Funkzellen und WLAN Access Points, die Position des Telefons bestimmen. Es wird dafür also kein GPS benötigt, was Strom spart und auch Geräte in Gebäuden und solche, die kein GPS haben, orten kann.
Bis heute ging ich davon aus, daß die Positionsfeststellung auf iPhone etc. über die Signalstärken der umliegenden Handymasten trianguliert werden, wie ich das von GSM kenne. Das ist nichts spannendes, hab ich schon per Hand gemacht und machen die Bullen die ganze Zeit. Dieses “My Location” nutzt aber halt außerdem noch eine weitere Alternative zu GPS.
Google fährt nämlich in seinen Street-View-Karren durch die Gegend, samt einer GPS-Antenne auf dem Dach, und scannt WLANs. Die MAC-Adressen der Access Points zusammen mit der Position des Fahrzeugs gespeichert. Sobald irgendwer auf dem Telefon bei Google Maps auf den “My Location” Button haut, sammelt der Browser die MAC-Adressen sämtlicher umliegender Access Points samt deren Verbindungsstärke (also der Entfernung zu ihnen) ein und schickt das ganze an Google. Da wird anhand der unter den MAC-Adressen abgelegte GPS-Daten wohl relativ zuverlässig die Position des Gerätes rekonstruiert.
Lustigerweise gibt es das Ganze seit einiger Zeit auch für die Gears API, die von Firefox 3.0 oder höher unterstützt wird. Oder so. Wußte ich auch nicht. Das funktioniert bei eingeschaltetem wireless adapter auch ziemlich genau. Soweit man hört, auch in menschenleeren und eher abgeschnittenen Gegenden.
Google hat vor ein paar Tagen eine Erklärung an Datenschutzbeauftragte herausgegeben, in der betont wird, daß entgegen den Gerüchten die WLANs nicht auf den Street-View-Touren gescannt werden, daß nur abgehört und nicht injiziert wird, also nur Broadastpakete empfangen werden und von denen nur der Header verwendet wird, und daß die Anfrage auf “My Location” komplett verschlüsselt durchgeführt wird. Mozilla stellt ebenfalls fest, daß außer Google niemand die bei der Anfrage lokal gesammelten Daten bekommt. Außerdem meint Google, daß auch andere Firmen Wardriving betreiben.
Statt hier jetzt nochmal im Datenschutzgesetz zu blättern, warten wir einfach mal ab, was passiert. Bis auf weiteres jedoch stellt jeder WLAN-Router einen kostenlosen Knoten im weltumspannenden Ortungsnetz von Google dar, über den jeder Idiot auf seinem iPhone streuverlustfreie ortsgebundene Google-Werbung erhält. Damit, den eigenen Router öfters mal abzustöpseln und durch die Gegend zu tragen, ist die Sache auch nicht erledigt, weil die tausenden GPS-fähigen Handys, die in innerstädtischen Bereichen permanent zwischen Latte Macchiato und Poserclub hin und hergeschleppt werden, das Google-Wardriving dank prinzipiell kongruenter Ausrüstung streckenweise glatt überflüssig machen, und außerdem ihre Position noch über die Funkzellen bestätigen können. Das Netz wird also ständig aktualisiert.
Daß die vordergründige Erwägung hinter der Entwicklung derart aufwendiger Verfahren die ortsbezogene Werbung ist, kann man sich ja denken. Unter dem Vorwand, ein schnelleres Internet ermöglichen zu wollen, hat Google aber sogar schon eine Anfrage bei der IETF eingereicht, um DNS-Server mit der genauen Position der anfragenden Hosts zu versorgen. Wer Bock hat, kann sich ja zu der ganzen Thematik einen Vortrag des letzten CCC angucken.

Dienstag, März 30th, 2010

Ein amerikanisch-russisches Unternehmen verkauft Software, die mit TrueCrypt verschlüsselte Festplatten ohne Brute Force entschlüsseln kann. Dazu muß der entsprechende Rechner aber an sein, die TrueCrypt-Partition gemountet haben und über einen Firewire-Port verfügen, damit ein Speicherabbild erstellt werden kann. Sollte man also vermeiden können. Daß das ganze sowieso nichts neues ist, kann man sich hier angucken.

APA + natbib

Samstag, März 20th, 2010

Arbeiten, die APA-konforme Literaturverzeichnisse haben sollen, lassen sich in latex mit dem Paket natbib layouten, das deutlich mehr Spaß macht als bibtex. Dazu einfach \usepackage[options]{natbib} einfügen. Als bibliography style entweder das vorhandene apalike verwenden, oder apa.bst ins Arbeitsverzeichnis runterladen, mit \bibliographystyle{apa} einbinden und nach Gutdünken anpassen, respektive am allerbesten: apa-good runterladen, in den Zeilen 384 und 530 die Kommata durch “~” ersetzen, damit bei Ausgabe der kompletten Autorinnenliste vor dem letzten kaufmännischen “und” keins mehr kommt, und fertig ist der Lack!

Spaß mit Technik

Dienstag, Januar 26th, 2010

Wenn man beim Asus X51L den Kopfhörerausgang verfehlt und also einen 3.5-Millimeter-Klinkenstecker in den USB-Port steckt, wird die BIOS-Konfiguration gelöscht und der Computer geht sofort aus und bis nach Rausnehmen des Akkus auch nicht mehr an. Das Booten von Ubuntu 9.10 wird aufgrund eines Fehlers im filesystem check abgebrochen, weil mountall fehlschlägt, da der letzte Zeitpunkt an dem die Systempartition gemountet wurde ja in der Zukunft liegt, weil mit dem BIOS-Kram ja auch die Systemzeit gelöscht wurde.

Sollte man also nicht unbedingt machen, kann man aber.